Editorial

Edgar Seeger
Leiter des Integrations-
amtes beim Landeswohl-
fahrtsverband Hessen
Unter diesem Blickwinkel wollen wir uns in der nächsten ZB ausführlich mit dem Thema Wirtschaftskrise beschäftigen.
Die Diagnose „dialysepflichtig“ ist für viele nierenkranke Menschen ein Schock, auch wenn sie meist nicht überraschend kommt. „Werde ich noch die Zeit und Kraft haben, meinen Beruf auszuüben?“, fragen sich die Betroffenen. Tatsächlich kann dies nur die Praxis beantworten. Mit unserem Schwerpunktthema wollen wir nicht nur über chronisches Nierenversagen und seine Folgen aufklären, sondern die Patienten und ihre Arbeitgeber ermutigen, den Versuch einer Rückkehr oder eines Verbleibs am Arbeitsplatz zu wagen. Gemeinsam mit dem Integrationsamt lassen sich auch in schwierigen Zeiten individuelle Lösungen finden. Wie die Praxisbeispiele in diesem Heft zeigen, kann eine Arbeit der angeschlagenen Psyche chronisch kranker Menschen Halt geben und so den Betroffenen helfen, neue Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln.
In den vergangenen Monaten standen die Werkstätten für behinderte Menschen öfters im Fokus, weil die Zahl ihrer Beschäftigten stetig steigt, die Zahl der Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt aber stagniert. Unbestritten ist, dass die Werkstätten eine wichtige Arbeit leisten. Das Porträt über die Mainfränkischen Werk stätten in Würzburg stellt eine moderne Einrichtung vor, die sich intensiv um die Integration ihrer Beschäftigten in Betriebe der freien Wirtschaft bemüht.
In der Serie „Unvorstellbar!?“ beweist dieses Mal eine blinde Berufsschullehrerin, dass eine Behinderung – egal, welcher Art – allein noch kein Hinderungsgrund ist, seinen Wunschberuf zu verwirklichen.
Was die Schwerbehindertenvertretung mit der betrieblichen Arbeitssicherheit zu tun hat und welche Aufgaben, Rechte sowie Pflichten damit verbunden sind, erfahren Sie im Forum dieses Heftes.
Edgar Seeger
Leiter des Integrationsamtes beim Landeswohlfahrtsverband Hessen
