ZB 4 / 2009
Nachrichten
Piktogramm Pinnadel
• Treffpunkt: BIH Online Akademie zum BEM - Was gibt es Neues?
• Empfehlungen zur beruflichen Teilhabe
• Job4000: Zwischenbericht
• LWL-Messe: Integrationsunternehmen
• Was ist eigentlich ... Autismus?

Grafik
• Fachkräftemangel trotz Konjunkturkrise

Neu erschienen:
• Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
• Marktplatz zum Persönlichen Budget

Treffpunkt

Logo BIH Online Akademie
WAS GIBT ES NEUES?

Mit der BIH Online Akademie zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) haben die Integrationsämter neue Wege im Internet beschritten. Nach der erfolgreichen Projektphase wird derzeit an der Ausgestaltung des Angebots gearbeitet, um noch besser auf die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer einzugehen. So wird das Expertenforum weiter ausgebaut und das Themenangebot über BEM hinaus erweitert werden, etwa zur Wahl der Schwerbehindertenvertretung 2010. Ein erster Schritt dahin ist das Forum „Sie fragen – Wir antworten“. Hier können Teilnehmer sich bei Experten Rat holen und mit anderen Nutzern Erfahrungen austauschen.

Im Bereich WISSEN, der offen – das heißt ohne Anmeldung – zugänglich ist, gibt es eine interaktive Einführung zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement mit individueller Auswertung, Beispiele guter Praxis, eine Sammlung relevanter Urteile sowie Handlungshilfen zum Download.

Zugang zur BIH Online Akademie: www.integrationsaemter.de

Empfehlungen zur beruflichen Teilhabe

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat Empfehlungen veröffentlicht, in denen er mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben fordert. Um insbesondere die beruflichen Integrationschancen von Menschen, die an der Grenze zwischen einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und dem allgemeinen Arbeitsmarkt stehen, zu verbessern, schlägt der Deutsche Verein – ein Zusammenschluss der öffentlichen und freien Träger sozialer Arbeit – unter anderem kurzfristige Gesetzesänderungen vor. Zudem zeigt er Möglichkeiten auf, wie die berufliche Teilhabe behinderter Menschen auch nach bestehender Rechtslage verbessert werden kann.

Die „Empfehlungen des Deutschen Vereins zur selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen und Unterstützungsbedarf an der Grenze zwischen Werkstatt und allgemeinem Arbeitsmarkt“ sind abrufbar unter www.deutscher-verein.de

Job4000: Zwischenbericht


Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen ersten Zwischenbericht zur Umsetzung des Arbeitsmarktprogramms „Job4000“ veröffentlicht. Demnach sind im Rahmen der „Beschäftigungsoffensive“ bis Ende 2008 durchschnittlich bereits 76 Prozent der angestrebten Arbeits- und Ausbildungsplätze für besonders benachteiligte schwerbehinderte Menschen geschaffen beziehungsweise ihre Unterstützung durch den Integrationsfachdienst (IFD) bewilligt worden.
  • In der Säule „Beschäftigung“ sind mit 1.245 neuen Arbeitsplätzen bereits mehr als die mindestens vorgesehenen 1.000 Arbeitsplätze geschaffen worden.
  • In der Säule „Ausbildung“ sind bislang 323 der vorgegebenen zusätzlichen 500 Ausbildungsplätze geschaffen worden.
  • In der Säule „Unterstützungsfälle“ wurden bereits 1.493 der vorgesehenen 2.500 Unterstützungen durch den IFD bewilligt.
Das Projekt, das am 1. Januar 2007 gestartet ist, läuft noch bis zum 31. Dezember 2013.

Mehr Informationen zum Stand der Umsetzung unter www.bmas.de

LWL-Messe: Integrationsunternehmen

Auf der vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) veranstalteten Messe der Integrationsunternehmen präsentieren verschiedene Integrationsbetriebe ihre vielfältigen Produkte und Dienstleistungen. Gemäß dem Veranstaltungstitel „Unternehmen tun Gutes!“ erleben Fachbesucher, potenzielle Kunden und die breite Öffentlichkeit „hautnah“, wie Integrationsunternehmen das qualitätsbewusste Wirtschaften unter Marktbedingungen und die Beschäftigung einer überdurchschnittlich hohen Zahl schwerbehinderter Menschen verbinden. Workshops und Vorträge, in denen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und ihre Beschäftigten mit und ohne Behinderung über ihre Erfahrungen berichten, ergänzen die Ausstellung. Außerdem machen Fördergeber und Beratungseinrichtungen auf ihre Leistungen aufmerksam und erstellen Gründungsinteressierten ein maßgeschneidertes Informationsangebot.

Die LWL-Messe der Integrationsunternehmen findet statt am 24. März 2010 im Messe und Congress Zentrum Halle Münsterland in Münster. Mehr Informationen im Internet: www.lwl-integrationsamt.de

Fachkräftemangel trotz Konjunkturkrise

Grafik: Fachkräftemangel trotz Konjunkturkrise
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Im März 2009 hatten insgesamt 29 Prozent der Firmen Probleme, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt hat. Auch die zukünftige Entwicklung wird pessimistisch eingeschätzt: 44 Prozent der Befragten rechnen mit wachsenden Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden.

Was ist eigentlich ... Autismus?

Bei einer autistischen Störung handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die durch Rückzug in sich selbst sowie Störungen im zwischenmenschlichen Verhalten und in der Kommunikation gekennzeichnet ist. Autismus tritt bei etwa fünf von 10.000 Kindern auf, wobei Jungen überdurchschnittlich oft betroffen sind. Autistische Menschen wirken häufig, als lebten sie in einer eigenen Welt und legten keinen Wert auf Kontakte. Auch zeigen sie oft stereotype Verhaltensweisen. Etwa 50 Prozent der Menschen mit Autismus sprechen nicht. Durch gezielte Förder- und Therapiemaßnahmen lässt sich in vielen Fällen jedoch eine deutliche Verbesserung der Symptomatik erreichen. Für die Entstehung einer autistischen Störung wird eine veränderte Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung des Gehirns verantwortlich gemacht.

Neu erschienen
Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen

Die vom BMAS herausgegebene Broschüre „Rehabilitation und Teilhabe“ informiert über die sozialrechtlichen Regelungen, die auf die gleichberechtigte Teilhabe behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen am Leben in der Gesellschaft abzielen. Das Heft fasst unter anderem zusammen, wer nach dem Sozialrecht „(schwer-)behindert“ ist, welcher Rehabilitationsträger unter welchen Voraussetzungen welche Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft erbringt, und welche Angebote der medizinischen Rehabilitation es gibt.

Die Broschüre mit der Bestellnummer A 990 ist erhältlich beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Referat Information, Publikation, Redaktion, 53107 Bonn, Telefon 01 80/51 51 51 0, Fax 01 80/51 51 51 1, E-Mail info@bmas.bund.de und steht im Internet zum Download bereit: www.bmas.de


Marktplatz zum Persönlichen Budget

Mit dem Ziel, die praktische Umsetzung und stärkere Verbreitung des Persönlichen Budgets zu unterstützen und Menschen mit Behinderungen somit mehr Selbstbestimmung zu ermöglichen, hat das BMAS den „Marktplatz zum Persönlichen Budget“ im Internet gestartet. Dort finden Interessierte unter anderem alle wesentlichen Informationen zum Persönlichen Budget, Anlaufstellen für Auskunft und Beratung sowie eine Reihe interessanter Praxisbeispiele. Außerdem können sich behinderte Menschen auf der Seite über die Anbieter von ambulanten oder stationären Teilhabe- und Rehabilitationsleistungen informieren und in einem nächsten Schritt die entsprechenden Leistungen auch einkaufen.

Mehr Informationen im Internet unter www.budget.bmas.de

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