Symbol Gebärdensprache Symbol Leichte Sprache

Behinderung
&
Beruf

Screenshot BIH Online Akademie ZB 3/2008

Neue Wege im Internet

BIH Online Akademie

Die Integrationsämter gehen neue Wege im Internet: Eine Online Akademie zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) bietet die Möglichkeit, Informationen und Erfahrungen auszutauschen und mit Experten individuelle Fragen zu besprechen.

Wer bei Google die Suchbegriffe „Behinderung“ und „Beruf“ eingibt, erhält 1.350.000 Fundstellen. An erster Stelle steht dabei der BIH-Auftritt www.integrationsaemter.de. Es ist der Auftritt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH). Seit zehn Jahren gibt es den Internetauftritt. Er ist stetig erweitert worden und die Zugriffszahlen haben – vor allem in den letzten Jahren – stark zugenommen. Heute kann man sagen: Die gemeinsame Plattform der Integrationsämter ist im Internet die erste Adresse, wenn es um die Belange schwerbehinderter Menschen im Beruf geht.

Wie wird die Plattform bisher genutzt?

Beispiel 1: Eine junge Kauffrau in einer Schweriner Immobilienverwaltung entschließt sich, bei den Wahlen zur Schwerbehindertenvertretung (SBV) zu kandidieren. Unter www.integrationsaemter.de findet sie ein Kurs-Online-Angebot zur SBV-Wahl. Eine Selbstlerneinheit von einer Stunde mit Test und Auswertung – und sie ist mit den Grundlagen vertraut. Eine Wahlbroschüre zum Nachschlagen, ein Wahlkalender, Vorlagen für Aushänge und Stimmzettel: Alles, was sie zur Durchführung der Wahl im Betrieb braucht, steht in dem Online-Angebot für sie bereit, einschließlich der Links zum Kursprogramm und zu den Ansprechpartnern des Integrationsamtes in Schwerin.

Beispiel 2: Ein Mitarbeiter eines Mainzer Elektrohandwerksbetriebs ist an Morbus Crohn erkrankt. Es ist nicht klar, ob der Elektroinstallateur in seinem Beruf weiter arbeiten kann. Der Inhaber des Betriebs hat gehört, dass die Integrationsämter Hilfen anbieten können. Er gibt bei Google „Integrationsamt Mainz“ ein und findet an erster Stelle den gesuchten Kontakt unter www.integrationsaemter.de.

Beispiel 3: Die Bereichsleiterin Personal einer mittelfränkischen Kleinstadt wird vom Personalrat und der Vertrauensperson darauf angesprochen, dass man an den Abschluss einer Integrationsvereinbarung denken sollte. „Informationen finden Sie bei den Integrationsämtern im Internet!“. Die Personalchefin gibt an ihrem Rechner bei Google „Integrationsvereinbarung“ ein und kommt direkt zur Infothek bei www.integrationsaemter.de. Im Kurs-Online-Angebot findet sie eine interaktive Einführung ins Thema Integrationsvereinbarung, Praxisbeispiele, Mustervereinbarungen und eine Broschüre zum Ausdrucken. Die Personalchefin kann sich schnell und praxisbezogen einarbeiten und kommt gut vorbereitet zum Meeting mit der Schwerbehindertenvertretung und dem Personalrat.

Was wird zukünftig möglich sein?

Beispiel: Der Inhaber eines mittelständischen Handwerksbetriebs in Osnabrück stößt im Newsletter seines Landesverbandes unter der Rubrik „Neue rechtliche Vorschriften“ auf die Regelung des Paragrafen 84 SGB IX zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) im Rahmen der Prävention. Der Unternehmer sucht nach einem unbürokratischen, praktikablen Verfahren für die spezifische Situation seines Handwerksbetriebs. Sich umfassend einlesen oder an einem Seminar teilnehmen, ist nicht seine Sache. Er sucht nach bewährten Erfahrungen in vergleichbaren Betrieben. Bei seiner Innung erfährt er, dass die Integrationsämter jetzt eine entsprechende Möglichkeit durch ihre neue BIH Online Akademie ab Mitte September 2008 unter www.integrationsaemter.de anbieten.

Warum wird das Internetangebot erweitert?

Die Beispiele zeigen, wie das Internet für die Integrationsämter zu einem selbstverständlichen, nützlichen Bestandteil ihrer Arbeit geworden ist. Der BIH-Auftritt www.integrationsaemter.de hat jetzt im September 2008 zehnjährigen Geburtstag. Für das Internet bereits ein hohes Alter. Die Integrationsämter haben frühzeitig die neuen Möglichkeiten erfasst.

Ein Blick auf die Zahlen
In den letzten vier Jahren hat sich die Nutzung des Auftritts fast verdreifacht. Im Jahr 2004 kamen knapp 120.000 unterschiedliche Besucher. 2007 waren es 329.000 Besucher und 508.000 Besuche. Etwa 200.000 Schriften (Download PDF- und Word-Dateien) werden inzwischen pro Jahr über den Auftritt abgerufen. Besonders gut werden auch die neuen interaktiven Kurs-Online-Angebote angenommen. Nach einem ersten E-Learning spezial zu den SBV-Wahlen 2006 ist seit 2007 ein zweiter E-Learning-Baustein zu Integrationsvereinbarungen im Programm.

Neue Trends, neue Erwartungen
Der Trend zur verstärkten Nutzung des Online-Angebots der Integrationsämter entspricht der generellen Entwicklung der Online-Nutzung in Deutschland. Nach der ARD/ZDF Online-Studie 2007 gehört das Internet in Ausbildung und Beruf inzwischen zum Standard (Nutzung über 78 %). Das Internet entwickelt sich zum Mitmach-Netz – von Wikipedia bis zu den Sozialen Netzwerken. Auch bei einer Kundenbefragung durch die Integrationsämter hatten Online-Angebote zur Selbstinformation und neue kooperative Arbeitsformen im Internet eine hohe Akzeptanz.

Neue kooperative Arbeitsformen
Um der aktuellen Entwicklung im Internet und den neuen Kundenerwartungen Rechnung zu tragen, werden die Integrationsämter auf ihrer Plattform www.integrationsaemter.de eine BIH Online Akademie einrichten, um neue kooperative Arbeitsformen zu erproben. Sie startet im Oktober 2008 zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM).

Zugang zur BIH Online Akademie

ZB Online

Alle Ausgaben
Aktuelle Ausgabe
2019 2018 2017 2016
2015 2014 2013 2012
2011 2010 2009 2008
2007 2006 2005

Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.