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Frau mit Laptop ZB 1/2006

Integrationsämter

Das neue Bildungsangebot

Die Integrationsämter optimieren ihr Bildungsangebot. Angestrebt werden vor allem mehr Praxisnähe sowie moderne Angebote für das Selbststudium.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat die ZB über die Bildungsbedarfsanalyse berichtet – eine Studie über das Bildungs- und Informationsangebot der Integrationsämter. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) in Karlsruhe hat darauf aufbauend Leitlinien und Empfehlungen erarbeitet, die jetzt schrittweise umgesetzt werden.

Konzentration auf Kernthemen

Das Bildungsangebot der Integrationsämter richtet sich in erster Linie an Schwerbehindertenvertretungen und Arbeitgeber, deren Beauftragte und andere Personalverantwortliche. Vorrangiges Ziel ist es, Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die für die Arbeit der Schwerbehindertenvertretungen unmittelbar erforderlich sind. Deshalb wird eine Konzentration auf Kernthemen empfohlen, zum Beispiel mit dem Grundkurs für neu gewählte Schwerbehindertenvertreter und mit einer Reihe von Aufbaukursen, etwa zum Thema „Behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung“.

Einheitlicher Teilnehmerkreis

Die Befragung im Rahmen der Bildungsbedarfsanalyse hat auch ergeben, dass homogenere Teilnehmergruppen gewünscht werden, einheitlicher zum Beispiel im Hinblick auf die betriebliche Funktion der Teilnehmer und ihren Wissensstand. Dies kann vor allem durch eine präzise Ausschreibung der Seminare und eine sorgfältige Prüfung der Anmeldungen seitens der Integrationsämter erreicht werden. Doch auch die potenziellen Teilnehmer selbst können dazu beitragen, indem sie darauf achten, ob sie zur angesprochenen Zielgruppe gehören.

Praxisnähe und Vernetzung

Um die Vernetzung und Kooperation zwischen den Teilnehmern der Seminare zu stärken und den Erfahrungsaustausch zu fördern, kann ein „Praxistag“ angeboten werden, der etwa drei bis vier Monate nach dem jeweiligen Seminar stattfindet. Ein weiterer Vorteil des Praxistages: Die Integrationsämter erhalten Rückmeldung, was vom Seminar in Erinnerung geblieben, sprich was „gelernt“ worden ist, und was besonders nützlich war. Eine weitere Idee ist die Durchführung von „Praxisforen“. Dabei handelt es sich um eintägige Veranstaltungen, deren Teilnehmerzahl deutlich über der von Seminaren liegen kann. Eingeladen werden beispielsweise alle Grundkursteilnehmer eines Jahres oder alle Gesamtschwerbehindertenvertreter. Mögliche Inhalte sind Vorträge zu aktuellen Themen oder die Bildung regionaler Arbeitskreise.

Selbststudium fördern

E-Learning-Angebote, das heißt, interaktive Lernprogramme im Internet, als besondere Form des Selbststudiums können vorbereitendes oder vertiefendes Wissen vermitteln und sind deshalb insbesondere in Kombination mit eintägigen Informationsveranstaltungen sinnvoll. Die Vorteile liegen vor allem in der zeit- und ortsunabhängigen Nutzung sowie in der interaktiven Form der Selbstinformation, etwa als Verständnistests. Erprobt wird diese Angebotsform in Kürze mit der ersten Selbstlerneinheit zur „Wahl der Schwerbehindertenvertretung“.

INFO: KURSPROGRAMM

Kursprogramme sind kostenlos beim jeweils zuständigen Integrationsamt erhältlich. Zum Teil stehen die Programmhefte auch zum Download zur Verfügung unter www.integationsaemter.de.



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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.