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Integrationsämter

Die BIH stellt sich vor

Wer wir sind und was wir machen: die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen – BIH.

Die Wurzeln der BIH gehen zurück bis ins Jahr 1919. Damals entstanden die ersten staatlichen Hauptfürsorgestellen, die sich im gleichen Jahr zur Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Hauptfürsorgestellen zusammengeschlossen haben. Ihnen oblag nach dem Ersten Weltkrieg die Fürsorge für die Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen der Kriegsopfer. Sie waren auch zuständig für die Förderung der Beschäftigung von (durch den Krieg) Schwerbeschädigten.

Entwicklung

Ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung war das „Gesetz zur Sicherung der Eingliederung Schwerbehinderter in Arbeit, Beruf und Gesellschaft“ von 1974 – das Schwerbehindertengesetz. Es basierte auf den gesetzlichen Grundlagen von 1919, entsprach jedoch dem modernen Gedanken einer umfassenden Rehabilitation aller behinderten Menschen – unabhängig von der Ursache ihrer Behinderung.
Im Juli 2001 wurde das Schwerbehindertengesetz novelliert und in das neu geschaffene Sozialgesetzbuch IX integriert. Damit verbunden war auch eine Trennung der Aufgaben: Die „neuen“ Hauptfürsorgestellen sind seither für die Kriegsopferfürsorge zuständig. Die damals neu geschaffenen Integrationsämter fördern die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben. Ihr gemeinsamer Dachverband ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH).

Organisation

Mitglieder der BIH sind heute 17 Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, die teils staatlich, teils kommunal organisiert sind. Vorsitz und Geschäftsführung der BIH liegen jeweils für mehrere Jahre bei einem der großen Integrationsämter (früher: Hauptfürsorgestellen) – seit 1994 beim Integrationsamt des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg in Karlsruhe. Innerhalb der BIH arbeiten Experten in den Arbeitsausschüssen Schwerbehindertenrecht, Kriegsopferfürsorge sowie Information und Bildung. Darüber hinaus gibt es die Unterausschüsse Technische Beratungsdienste, Integrationsbegleitung, Hörbehinderte und EDV-System.

Leistungen

Die BIH erbringt für ihre Mitglieder eine Vielzahl von Dienstleistungen. Dazu gehören Fortbildungsveranstaltungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrationsämter. Darüber hinaus entwickelt die BIH EDV-Programme im Schwerbehindertenrecht, die allen Integrationsämtern zur Verfügung stehen. Auch Schulungskonzepte werden zusammen erarbeitet und umgesetzt. Die Zeitschrift „ZB Behinderte Menschen im Beruf", zahlreiche Broschüren und der Internetauftritt „www.integrationsaemter. de” sind Beispiele für die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit unter dem Dach der BIH. All diese Dienstleistungen sparen den Mitgliedern erhebliche Kosten und ermöglichen eine einheitliche, gute Qualität des Angebots der Integrationsämter. Die Bundesarbeitsgemeinschaft vertritt die Integrationsämter und die Hauptfürsorgestellen unter anderem im Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie im Beratenden Ausschuss bei der Bundesagentur für Arbeit. Sie nimmt ferner die Interessen ihrer Mitglieder in anderen Fachgremien auf Bundesebene wahr.

 

ZIELE DER BIH

  • Abstimmung in Grundsatzfragen des Leistungsrechts und der einheitlichen Rechtsanwendung,
  • Erstellung von Arbeitsgrundlagen,
  • Koordinierung durch Empfehlungen sowie
  • Weiterentwicklung des Rechts der schwerbehinderten Menschen im Arbeitsleben.

 



Vorstand der BIH, im Oktober 2006 in Kassel von den Mitgliedern der BIH im Amt bestätigt (von links): Ulrich Adlhoch und Dieter Jansing (beide Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster), Vorsitzender Karl-Friedrich Ernst (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, Karlsruhe), Jürgen Dusel (Landesamt für Soziales und Versorgung Brandenburg, Cottbus), Dr. Helga Seel (Landschaftsverband Rheinland, Köln), Walter Pohl (Landeswohlfahrtsverband Hessen, Kassel)

 

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.