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Beruf

Blick aufs Podium ZB 4/2009

Positionspapier der BIH

Die Unterstützte Beschäftigung erfolgreich umsetzen

Anlässlich des CDU/CSU-Kongresses „Was behindert Arbeit?“ im Mai 2009 in Berlin veröffentlichte die BIH ein Positionspapier zur Unterstützten Beschäftigung. Darin erläutern die Integrationsämter, was aus ihrer Sicht für eine erfolgreiche Umsetzung der neuen Leistung notwendig ist.

An der Veranstaltung, zu der die CDU/ CSU-Bundestagsfraktion ins Berliner Reichstagsgebäude eingeladen hatte, nahmen 400 Gäste teil. Ein Grußwort sprach der damalige Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen standen Möglichkeiten, den Einstieg von behinderten Menschen ins Arbeitsleben zu verbessern. Als Fortschritt bezeichnete in diesem Zusammenhang der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, auch die Einführung der „Unterstützten Beschäftigung“.

Positive Einschätzung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) war auf dem Kongress durch Dr. Helga Seel – Mitglied des Vorstandes der BIH und Leiterin des Integrationsamtes beim Landschaftsverband Rheinland – vertreten. Sie erläuterte die Sichtweise der Integrationsämter, die in einem gemeinsamen Positionspapier zur Unterstützten Beschäftigung dargelegt ist. Darin begrüßen die Integrationsämter, „dass es nunmehr mit der neuen Leistung Unterstützte Beschäftigung eine bundesweit einheitliche Förderstruktur mit einem betrieblichen Ansatz gibt“. Diese positive Einschätzung beruht vor allem auf eigenen Erfahrungen aus zielgruppenspezifischen Förderprogrammen, die lange vor Einführung der Unterstützten Beschäftigung als gesetzliche Regelung gemacht wurden. Sie zeigen, dass mit der notwendigen Unterstützung wesentlich mehr Förderschüler und auch Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen den Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen können und damit eine Alternative zur Werkstatt haben.

Erfolgsfaktoren

Für den Erfolg der Unterstützten Beschäftigung ist aus Sicht der BIH entscheidend, dass die Weichen frühzeitig, also bereits in der Schulzeit, gestellt werden. Das heißt: Die in Frage kommenden Schüler müssen schon in den letzten beiden Schuljahren gezielt auf den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Die Unterstützte Beschäftigung gliedert sich in zwei Phasen, die „eng miteinander verzahnt sein sollten“. Dabei ist in der Regel die Bundesagentur für Arbeit für die individuelle betriebliche Qualifizierungsphase und das Integrationsamt für die – wenn erforderlich – anschließende Berufsbegleitung zuständig. Die Entscheidung, ob es nach einer erfolgreich verlaufenen Qualifizierungsphase zum Abschluss eines Arbeitsvertrages kommt, trifft jedoch der Arbeitgeber. Nach Ansicht der Integrationsämter müssen deshalb Betriebe frühzeitig über Möglichkeiten der Förderung und der weiteren Unterstützung informiert werden. Hierzu wollen die Integrationsämter auch ihre guten Kontakte zu den Schwerbehindertenvertretungen nutzen, die gleichermaßen für schwerbehinderte Menschen zuständig sind, die sich in der Qualifizierungsphase der Unterstützten Beschäftigung befinden.

Hier ist das Positionspapier der BIH komplett nachzulesen (Word-Dokument, 57 KB).

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.