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Behinderung
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Illustration Menschen ZB 3 / 2005

Serie: Wegweiser Rehabilitationsträger

Die gesetzliche Krankenversicherung und weitere Träger

Sie erbringen als Rehabilitationsträger Leistungen für behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen: die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, der Sozialen Entschädigung bei Gesundheitsschäden, der Sozialhilfe und der öffentlichen Jugendhilfe.

Die gesetzliche Krankenversicherung

Neben den Leistungen rund um akute Erkrankungen gewährt die gesetzliche Krankenversicherung auch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Ziel ist es, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung zu vermeiden, zu mildern oder zu beseitigen.

Organisation

Die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung sind die Allgemeinen Ortskrankenkassen, die Betriebskrankenkassen, die Innungskrankenkassen, die Ersatzkassen, die Landwirtschaftlichen Krankenkassen sowie die See-Krankenkasse für Seeleute und die Bundesknappschaft als Träger der Krankenversicherung für Bergleute.

Leistungen

Zu den Rehabilitationsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gehören insbesondere:

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zum Beispiel ärztliche Behandlung, Früherkennung und Frühförderung behinderter Kinder, Psychotherapie, Hilfsmittel, Belastungserprobung und Arbeitstherapie. Eine weitere wichtige Leistung ist die stufenweise Wiedereingliederung, bei der der Betroffene noch im Status der Arbeitsunfähigkeit seine bisherige Tätigkeit in reduziertem Umfang wieder aufnimmt.
  • unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen: zum Beispiel Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit. Es hat Lohnersatzfunktion und beträgt in der Regel 70 Prozent des regelmäßig erzielten Bruttoarbeitsentgeltes. In der Regel zahlt der Arbeitgeber zu Beginn der Arbeitsunfähigkeit noch sechs Wochen lang den Lohn oder das Gehalt weiter. Danach erhalten die Betroffenen für maximal 78 Wochen Krankengeld. Es wird auch im Rahmen der stufenweisen Wiedereingliederung gewährt.

Zuständigkeit

Die gesetzliche Krankenversicherung ist zuständig, sofern nicht vorrangig die gesetzliche Rentenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung – im Fall eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit – oder das Versorgungsamt, zum Beispiel bei einem Gesundheitsschaden infolge einer Gewalttat, eintritt.

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.