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Behinderung
&
Beruf

Firmensitz Boehringer/Ingelheim ZB 2/2006

Unternehmensforum

Eine Initiative aus der Wirtschaft für die Wirtschaft

Die Politik mit den Bedürfnissen der Basis verbinden, das ist Ziel des Unternehmensforums – dabei steht der behinderte Mensch als Mitarbeiter und als Kunde im Mittelpunkt.

Das Unternehmensforum ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Unternehmen, die das Ziel haben, die Interessen schwerbehinderter Arbeitnehmer und Kunden mit denen der Wirtschaft zu verbinden. Der Interessenverbund startete als Modellprojekt im Juli 2002 und wird bis Juni 2006 finanziell und ideell vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. Ab Juli 2006 wird er als Verein geführt. Mitglieder sind große Unternehmen zurzeit noch überwiegend aus dem Rhein-Main-Gebiet.

Demografische Entwicklung ausschlaggebend

Entscheidend für die Gründung des Fachforums war die Tatsache, dass die Notwendigkeit der Betriebe, sich mit dem Thema „Behinderung“ auseinanderzusetzen, immer dringender wurde: Die demografische Entwicklung führt dazu, dass sich im Kundenkreis, unter Mitarbeitern oder Kollegen künftig wahrscheinlich deutlich mehr ältere und damit auch schwerbehinderte Menschen befinden werden.
Ältere Menschen leiden nicht nur häufiger unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen, sie haben auch andere Bedürfnisse. Dies eröffnet einen neuen Markt – auch international. Die im Unternehmensforum engagierten Betriebe richten ihre Unternehmenspolitik konsequent auf schwerbehinderte Arbeitnehmer und auf schwerbehinderte Kunden aus.

Forum branchenübergreifend und unabhängig

Der Interessenverbund versteht sich – so Hadumoth Levy, Geschäftsführerin, und Kurt Winter, Vorsitzender des Unternehmensforums – als ein parteipolitisch unabhängiges und branchenübergreifendes Fachforum, das sich pragmatisch mit dem Thema der Beschäftigung behinderter Menschen auseinandersetzt: auch speziell unter dem Gesichtspunkt, die Gesetze auf ihre Praktikabilität hin abzuklopfen. Dieses Forum soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen, Interessen zu formulieren und zu bündeln, gute Beispiele vorzustellen und pragmatische Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Best-Practice vorstellen und umsetzen

Ein Beispiel hierfür war eine Veranstaltung des Unternehmensforums, die 2005 im Rahmen der Kampagne „Jobs ohne Barrieren“ bei der Fraport AG in Frankfurt am Main zur „Ausbildung behinderter junger Menschen“ stattfand. Ein Thema, das auch seitens der Unternehmen wichtig und vordringlich ist. Zu dieser Veranstaltung wurden nicht nur die zuständigen Institutionen eingeladen, sondern auch explizit Arbeitgeber. Sie sollte ihnen einerseits Gelegenheit geben, ihre Sicht und Probleme darzustellen, und andererseits allen Beteiligten ermöglichen, sich kennen zu lernen, Kontakt aufzunehmen und Vereinbarungen zu treffen.

Mitglieder erwünscht

Nachdem das Modellprojekt Unternehmensforum sich erfolgreich etabliert hat, fungieren die Mitgliedsfirmen als Interessenverband, geführt als gemeinnütziger Verein. Um seine Aktivitäten weiter ausbauen zu können, benötigt der Verein zusätzliche Mitglieder – bewusst sind auch kleinere und mittlere Betriebe erwünscht.

 

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.