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Beruf

BEM-Beispiel: Württembergisches Staatstheater Stuttgart


Die Staatstheater Stuttgart sind ein Drei-Sparten-Haus mit  Oper, Schauspiel und Ballett. Insgesamt sind dort etwa 1.200 Menschen beschäftigt.

Was ist das Besondere?

Das BEM ist eng gekoppelt an Projekte aus dem Bereich der Prävention. Zum Beispiel gibt es Schulungen zum Thema "partnerschaftliche Kommunikation". Das Ziel ist, ein konstruktives, lebendiges und offenes Betriebsklima zu entwickeln. Dazu gehören auch Gesundheitstage mit viel Informationen und Sportangeboten sowie eine arbeitsplatzbezogene Rückenschule für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies zeigt, dass Prävention eine wichtige Rolle im Unternehmen spielt. So wird auch befürwortet, dass die Verantwortlichen für das BEM - Johannes Egerer und Martina Lutz - eine Ausbildung zum Disability Manager absolvieren.

Wie ist der Betrieb vorgegangen?

Das Integrationsteam ist das Steuerungsgremium für das BEM. Es setzt sich zusammen aus der oder dem Beauftragten der Theaterleitung, einem Mitglied des Personalrates, der Schwerbehindertenvertretung und der Vertretung des betriebsärztlichen Dienstes. Bei Bedarf werden weitere interne Fachkräfte hinzugezogen.

Um möglichst frühzeitig den Eingliederungs- und Rehabilitationsbedarf erkennen und klären zu können, erhalten die Mitglieder des Integrationsteams monatlich von der Personalabteilung eine Liste der Beschäftigten, die für ein BEM in Frage kommen.

Die Personalabteilung stellt zusätzlich in Zusammenarbeit mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem betriebsärztlichen Dienst die Daten aus der Gefährdungsbeurteilung des jeweiligen Arbeitsplatzes zur Bewertung individueller und struktureller gesundheitlicher und arbeitsbedingter Risiken zur Verfügung. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des betrieblichen Gesundheitsberichts - insbesondere die Arbeitsunfähigkeitsprofile der Krankenkassen - in die Bewertung mit einbezogen.

Das Integrationsteam entscheidet, ob ein Eingliederungsmanagement erforderlich ist und leitet die Kontaktaufnahme ein, in dem es die erkrankte Person schriftlich über das Angebot und die Hilfemaßnahmen des BEM informiert.

Wie ist der Datenschutz gewährleistet?

Wenn personenbezogene Daten an Dritte weitergegeben werden müssen, wird die oder der Beschäftigte darüber aufgeklärt und eine schriftliche Einwilligung eingeholt.

Medizinisch-diagnostische Daten, die Auskunft über den Gesundheitszustand und die daraus resultierende Leistungsfähigkeit geben, dürfen im Integrationsteam nur mit ausdrücklicher Zustimmung und schriftlichen Erklärung der Betroffenen zur Entwicklung des Eingliederungsplanes verwendet werden.

Daten werden nur in Papierform erhoben. Sie werden bei dem Beauftragten der Theaterleitung für das BEM in einem verschlossenen Briefumschlag und einem verschlossenen Schrank aufbewahrt und erst nach Abschluss des Verfahrens an den Beschäftigten herausgegeben. In der Personalakte wird lediglich vermerkt, dass ein Wiedereingliederungsverfahren durchgeführt oder dass eine Maßnahme abgelehnt wurde oder dass das BEM aufgrund der Entscheidung der oder des Beschäftigten gescheitert ist.

 

Kontakt

Martina Lutz und Johannes Egerer

Verantwortliche für das BEM

E-Mail Martina.Lutz@StaatstheaterStuttgart.de

www.staatstheater.stuttgart.de

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