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Behinderung
&
Beruf

ZB 1-2020

Ziel der Initiative: Arbeitgeber aufklären und informieren

Arbeitgeber sensibilisieren und für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen gewinnen ist das Ziel der Initiative "Einstellung zählt – Arbeitgeber gewinnen". Geben Sie Menschen mit Behinderungen eine Chance, ihre Talente und Potenziale einzubringen!

Logos der Initiative und ihrer Initiatoren

Die Initiative "Einstellung zählt – Arbeitgeber gewinnen" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH). Sie wird von der Charta der Vielfalt e. V. und dem UnternehmensForum e. V. unterstützt.

Ziel der Initiative Sie soll Arbeitgeber für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen sensibilisieren. Die Initiative richtet sich konkret an die beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber, die derzeit noch keine schwerbehinderten Menschen ausbilden oder beschäftigen. Das sind etwa 42.000* der rund 165.000 beschäftigungspflichtigen Unternehmen in Deutschland. Kernanliegen der Initiative ist, Arbeitgeber durch Information und Aufklärung auf die Potenziale schwerbehinderter Menschen aufmerksam zu machen und sie so für deren Beschäftigung zu gewinnen.

Neuen Impuls setzen Anlass für die Initiative, die mit einem gemeinsamen Anschreiben der Initiatoren startete, war die Tatsache, so Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil, "dass die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen trotz der insgesamt guten Arbeitsmarktlage immer noch bedeutend höher liegt als die allgemeine Arbeitslosigkeit. Und das, obwohl schwerbehinderte Arbeitsuchende überdurchschnittlich gut qualifiziert sind, wir nahezu Vollbeschäftigung haben und die Wirtschaft händeringend nach Fachkräften sucht. Diesen Widerspruch müssen wir auflösen – aber dazu brauchen wir mehr Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen eine Chance geben. Mit der gemeinsamen Initiative setzen wir dabei einen entscheidenden neuen Impuls." Hinzu kommt, dass ein Drittel der Belegschaften aufgrund der demografischen Entwicklungen in den kommenden zehn Jahren aus dem Arbeitsleben ausscheiden wird. Mit einer Vielzahl regionaler Aktionen konnten 2019 in einer Pilotierung in den sechs Arbeitsagenturbezirken Aachen-Düren, Erfurt, Freiberg, Köln, Neumünster und Reutlingen bereits positive Erfahrungen gesammelt werden.

* Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen des Berichtsjahres 2017 der Bundesagentur für Arbeit (veröffentlicht am 15.04.2019)


WEITERE INFORMATIONEN

ZB SPEZIAL

Die BIH begleitet die Initiative mit einer ZB SPEZIAL, die sich an Arbeitgeber wendet und von Integrations- und Inklusionsämtern ausgezeichnete oder beispielhafte Betriebe vorstellt. Ein guter Mix aus Branchen und Betriebsgrößen soll den Arbeitgebern einen guten Eindruck von den Beschäftigungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für schwerbehinderte Mitarbeiter geben.

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.