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Mitarbeiterin in einem Blumenladen ZB 2/2007

Job 4000

Investition für mehr Beschäftigung

Mit mehr als 50 Millionen Euro fördert „Job 4000“ die berufliche Integration von schwerbehinderten Menschen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind. Was kann das Programm leisten?

„Wir hoffen, dass diese Investition eine Initialzündung auslöst für mehr Beschäftigung und Ausbildung“, so Jürgen Dusel, Mitglied des Vorstands der BIH, auf der Auftaktveranstaltung von Job 4000, die im April 2007 in Leipzig stattfand. Mit dem Programm Job 4000 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gemeinsam mit den Bundesländern und der Bundesagentur für Arbeit eine Beschäftigungsoffensive für schwerbehinderte Menschen gestartet.

Die Eckpunkte des Programms

Der Parlamentarische Staatssekretär beim BMAS, Franz Thönnes, stellte in seiner Rede vor rund 300 Teilnehmern – darunter viele Arbeitgeber – noch einmal die Eckpunkte des Programms vor: Job 4000 unterstützt jene behinderten Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt besonders benachteiligt sind. Dazu gehören schwerbehinderte Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder Menschen mit einer geistigen oder seelischen Behinderung sowie behinderte Schulabgänger. Die Zahl 4.000 steht für das angestrebte Ziel: 1.000 neue Arbeitsplätze und 500 betriebliche Ausbildungsplätze für behinderte Menschen sowie 2.500 Eingliederungen in den ersten Arbeitsmarkt mit Hilfe der Integrationsfachdienste. Für die Finanzierung stellt das BMAS insgesamt rund 31 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds bereit. Die Länder beteiligen sich mit 20 Millionen Euro. Das Besondere an dem Programm ist, dass es langfristig angelegt ist: Die Arbeitsplätze werden bis zu fünf Jahre gefördert.

Bundesagentur mit im Boot

Auch die Bundesagentur für Arbeit wird das Programm Job 4000 intensiv unterstützen. Dies bekräftigte Karl Peter Fuß, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, in seinem Vortrag. Gleichzeitig würden die vorhandenen Instrumente zur Integration von behinderten Menschen verstärkt eingesetzt. Vor allem bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung und bei den Eingliederungszuschüssen für schwerbehinderte Menschen könnten noch deutliche Akzente gesetzt werden. Er appellierte auch an die Arbeitgeber, das Angebot an Förderleistungen stärker zu nutzen, zum Beispiel die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung.

Integration auf Dauer

Wichtigstes Ziel des bis 2013 laufenden Programms sind dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse, auch im Anschluss an eine Ausbildung. Eine große Herausforderung angesichts der schwierigen Ausgangslage. Denn die Betroffenen befinden sich meist in einer für ihre berufliche Integration entscheidenden Phase: beim Übergang von der Schule in den Beruf, von der Ausbildung in eine Beschäftigung oder von der Werkstatt für behinderte Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt. „Gerade die Ausbildungssituation ist noch durchaus zu verbessern“, so Jürgen Dusel, „hier brauchen wir einen langen Atem!“



Hinweis
Nähere Informationen zur Förderung von Job 4000 erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Integrationsamt.

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.