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ZB 1-2017

Jobeinstieg

Ein Date mit dem Arbeitgeber

 

Aktiv auf Unternehmen zugehen und auf unkomplizierte Weise erste Bewerbungsgespräche trainieren: Das ermöglichen sogenannte Speed-Datings, die Schüler mit Behinderung und potenzielle Arbeitgeber zusammenbringen.

Aktiv auf Unternehmen zugehen und auf unkomplizierte Weise erste Bewerbungsgespräche
trainieren: Das ermöglichen sogenannte Speed-Datings, die Schüler mit
Behinderung und potenzielle Arbeitgeber zusammenbringen.

Speed-Dating Düsseldorf
Beim Speed-Dating in Düsseldorf ergaben sich für viele Schüler interessante Gespräche.
Speed-Dating Düsseldorf

 

 

 

 

 

 

 

 

Köln, Düsseldorf, Essen, Aachen – an vier Standorten im Rheinland fanden bereits solche Job-Kontaktbörsen mit großem Erfolg statt. Insgesamt konnten über 450 Schüler von sich überzeugen, ein Teil davon wurde bereits mit einem Praktikumsplatz,einer Anlerntätigkeit oder sogar einem Ausbildungsplatz belohnt. „Die Jugendlichen haben sehr schlaue Fragen, die viele Erwachsene im Bewerbungsgespräch nicht stellen“, schwärmt ein Unternehmensvertreter nach den Gesprächen. Auch für die Unternehmen ist es eine interessante Erfahrung, Jugendliche mit vielfältigen Beeinträchtigungen kennenzulernen und beispielsweise via Gebärdensprachdolmetscher mit ihnen zu kommunizieren.

Ziel des Formats: Mehr Jugendlichen mitBehinderungen Perspektiven auf demallgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten. Denn der Übergang von der Schule in das Berufsleben ist für sie eine besondere Herausforderung, oft ist die Suche nachgeeigneten Arbeits- und Ausbildungsplätzen schwierig. Gleichzeitig finden Unternehmennicht genügend Bewerber, obwohl sie auch für die Einstellung junger Menschen mit Einschränkungen offen sind. Diese Erfahrung hat auch Sara Borasch von der Großkundenberatung West der Bundesagentur für Arbeit gemacht: „Uns haben viele Unternehmen signalisiert, dass sie gerne mehr Jugendliche mit Behinderung ausbilden wollen.“

Die Idee für die Speed-Datings war geboren: „Wir haben den Kontakt zu den Schulen und die Bundesagentur für Arbeit hat den Kontakt zu den Unternehmen“, sagt Frauke Borchers vom Fachbereich Schulen und Integration des LVR-Integrationsamts, das mit dem Programm „STAR – Schule trifft Arbeitswelt“ den Übergang von jungen Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben fördert. Daher veranstaltet das LVR-Integrationsamt die Speed-Datings in enger Zusammenarbeit mit der Großkundenberatung West der Bundesagentur für Arbeit. Mittlerweile nehmen im Schnitt etwa 120 Jugendliche und acht bis zehn Unternehmen teil. „Wir planen, einmal jährlich an jedem der vier Standorte ein Speed-Dating zu organisieren“, erklärt Frauke Borchers.

Und die Liste der potenziellen Arbeitgeber liest sich gut. Mit Vertretern unterschiedlichster Branchen, von Thyssen-Krupp über Galeria Kaufhof, der Bayer AG, DHL bis hin zu Metro und McDonald’s sind viele Berufsfelder abgedeckt. Damit haben die Schüler eine große Chance, den für sie passenden Berufseinstieg zu finden.

 

 

WEITERE INFORMATIONEN

Speed-Datings

Diese speziellen Job-Kontaktbörsen
bieten einen Rahmen für kurze
Informations-
und Bewerbungsgespräche
zwischen Schülern mit
Behinderungen und Großkunden
der Bundesagentur für Arbeit. Aufgrund
des Erfolges im Rheinland
wächst auch in anderen Regionen
und Bundesländern
das Interesse
an diesem
Format. In Brandenburg
finden
bereits ähnliche Veranstaltungen
statt, mit ebenso positiver
Resonanz.

Diese speziellen Job-Kontaktbörsen bieten einen Rahmen für kurze Informations-und Bewerbungsgespräche zwischen Schülern mit Behinderungen und Großkunden der Bundesagentur für Arbeit. Aufgrund des Erfolges im Rheinlandwächst auch in anderen Regionen und Bundesländern das Interesse an diesem Format. In Brandenburg finden bereits ähnliche Veranstaltungenstatt, mit ebenso positiver Resonanz.

 

 

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Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.