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ZB 2-2018

Technischer Beratungsdienst

Eine tragende Säule

Ohne ihren Technischen Beratungsdienst (TBD) könnten die Integrationsämter ihre Aufgaben nach dem Sozialgesetzbuch IX nicht erfüllen. Auch für die Betriebe ist er ein unverzichtbarer Ansprechpartner.

Wolfgang Holzki schüttelt einem Mitarbeiter eines Betriebs die Hand, (c) Rolf K. Wegst Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet" (Alan Kay). Das gilt auch für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen im Zeitalter von Arbeit 4.0. Einer, der sie mitgestaltet, ist Karl-Heinz Baumert vom Technischen Beratungsdienst beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden Württemberg (KVJS). "Digitalisierung und Automatisierung nehmen Fahrt auf", beobachtet der Mitarbeiter des Karlsruher Integrationsamtes. Die Hälfte seiner Arbeitszeit ist vor Ort in den Betrieben. Wie seine Kollegen sieht Karl-Heinz Baumert in dieser Entwicklung durchaus Chancen: "Die moderne Technik eröffnet neue und individuelle Möglichkeiten der Unterstützung. Zusammen mit einer flexibleren Arbeitsgestaltung kann sie eine enorme Hilfe sein, wenn es darum geht, Beruf, Gesundheit und Familienleben zu vereinbaren."

Im Wettbewerb bestehen Die Integrationsämter begleiten den Wandel der Arbeitswelt eng. Mit Hilfe ihres Technischen Beratungsdienstes wollen sie optimale Arbeitsbedingungen für schwerbehinderte Menschen schaffen. Dieser ist schon heute eine tragende Säule bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben.

Der Technische Beratungsdienst berät Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen in technisch-organisatorischen Fragen der Beschäftigung. Bei Problemen entwickelt er konkrete Lösungsvorschläge. Hier geht es nicht nur darum, behinderungsbedingte Einschränkungen zu kompensieren. Auch ergonomische, sicherheitstechnische und nicht zuletzt wirtschaftliche Aspekte sind zu berücksichtigen, ohne die ein nachhaltiges Beschäftigungsverhältnis nicht erreicht werden kann. "Unser Ziel ist, dass der schwerbehinderte Mensch sich im Wettbewerb mit seinen nicht behinderten Kollegen behaupten kann", erklärt der Technische Berater aus Karlsruhe.

Besondere Expertise Weil kein Fall dem anderen gleicht, sind individuelle und oftmals kreative Lösungen gefragt. Dabei kann Karl-Heinz Baumert auf 25 Jahre Erfahrung im Technischen Beratungsdienst zurückgreifen. Er und seine Kollegen kennen sich aus mit unterschiedlichsten Branchen, Berufen und Behinderungen.

Alle Fachkräfte – darunter auch Beraterinnen – haben einen Abschluss in einem Ingenieurfach oder einen vergleichbaren technischen Abschluss. "Ständige Fortbildung, der Besuch von Fachmessen und der Austausch mit Kollegen helfen uns, immer auf dem neusten Stand von Wissenschaft und Technik zu sein", betont Karl-Heinz Baumert.

Gut aufgestellt Bundesweit sind rund 70 Technische Berater und Beraterinnen der Integrationsämter im Einsatz. Über die BIH sind sie gut miteinander vernetzt. So beschäftigt sich ein Arbeitsausschuss mit technischen Neuerungen, der Weiterentwicklung des Beratungs- und Schulungsangebots sowie spezifischen Fortbildungen für die Technischen Berater.

 

WEITERE INFORMATIONEN

Leistungen des Technischen Beratungsdienstes

  • Für schwerbehinderte Menschen geeignete Arbeitsplätze im Betrieb finden
  • Arbeitsplätze behinderungsgerecht und barrierefrei gestalten
  • Bei der Beschaffung und Handhabung von Hilfsmitteln unterstützen
  • In Präventions- und Kündigungsschutzverfahren die Möglichkeit einer geeigneten Weiterbeschäftigung prüfen
  • Den zeitlichen Bedarf an Arbeitsassistenz ermitteln


Vorteile im Überblick

  • vor Ort im Betrieb
  • feste Ansprechpartner
  • maßgeschneiderte Lösungen
  • von der Idee bis zur Umsetzung
  • hersteller- und produktunabhängige Beratung
  • immer auf dem neuesten Stand der Technik
  • wirtschaftlich und nachhaltig

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.