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Behinderung
&
Beruf

ZB 4/2012

Serie: Das 1x1 der Förderung

Teil 2: Leistungen an schwerbehinderte Menschen ...

Pyramide mit Zahlenwürfeln als Serienlogo Nach dem Start der Serie mit den Leistungen an Arbeitgeber in der ZB 3/2012 geht es jetzt um die direkte Förderung an schwerbehinderte Menschen. Rechtliche Grundlage ist die Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung (SchwbAV).

... für technische Arbeitshilfen


Wie viel?
In bundesweit 1.955 Fällen wurden 2011 technische Arbeitshilfen mit insgesamt 4,62 Millionen Euro gefördert – ein Großteil für sehbehinderten- und blindengerechte Arbeitsplatzausstattungen.

An wen? Bei sehr individuell zugeschnittenen Arbeitshilfen ist es sinnvoll, sie den betroffenen Arbeitnehmern direkt zur Verfügung zu stellen. Bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes oder Arbeitgebers können sie dann mitgenommen werden. Nur fest installierte Hilfen, wie einige Hebehilfen, werden Eigentum des Arbeitgebers. Gefördert werden übrigens auch Ersatzbeschaffung, Wartung, Reparatur und die Ausbildung im Gebrauch der Arbeitshilfe. In aller Regel ist die Leistung einkommensunabhängig.

Von wem? Es gilt die Faustregel: Ist die Behinderung neu eingetreten oder hat sie sich wesentlich verschlechtert, ist eher der Rehabilitationsträger zuständig. Handelt es sich dagegen um eine reine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen, wird eher das Integrationsamt zuständig sein. Das Verfahren zur Klärung der Zuständigkeit nach § 14 SGB IX nimmt den Betroffenen die Last ab, diese selbst klären zu müssen. 

Wo zu finden? § 19 SchwbAV

Sehbehinderter Mitarbeiter mit Großbildschirm, (c.) Paul Esser
(c) Paul Esser
BEISPIEL: Großbildschirm bei Sehbehinderung

Der hochgradig sehbehinderte Mitarbeiter in einer Verwaltung benötigt zur behinderungsgerechten Ausstattung seines Arbeitsplatzes einen Großbildschirm.

 

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.