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Behinderung
&
Beruf

ZB 1-2016

Interview

Gleichberechtigtes Miteinander

Ulrich Weber ist Personalvorstand der Deutschen Bahn AG. Die Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen haben für ihn einen hohen Stellenwert.

Porträt von Ulrich Weber, (c) Marc Darchinger
Ulrich Weber, (c) Marc Darchinger
Welche konkreten Ziele verfolgt die Deutsche Bahn (DB) im Hinblick auf die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen?

Ulrich Weber Die Integration und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen sind fester Bestandteil unserer Personalstrategie. Seit 2010 gilt bei der DB eine Konzernbetriebsvereinbarung. Darin ist das gleichberechtigte Miteinander behinderter und nicht behinderter Menschen fest verankert. Das ist ein wichtiges Signal in das Unternehmen hinein. Ich bin davon überzeugt: Die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die wir mit unseren Interessenvertretungen pflegen, ist die beste Voraussetzung dafür, dass wir bei der Integration vorankommen.

Setzen Sie besondere Akzente – beispielsweise auf die Ausbildung?

Weber Die DB zählt zu den fünf größten Ausbildern in Deutschland. Die Ausbildung junger Menschen sichert nicht nur unsere Zukunft als Unternehmen, sie liegt uns auch besonders am Herzen. Das gilt vor allem für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung. So haben wir die Zahl der Auszubildenden mit Behinderung in den letzten fünf Jahren auf über 60 verdoppeln können.

Sie beschäftigen rund 13.000 schwerbehinderte Menschen, konzernweit liegt die Quote bei 6,2 Prozent. In welchen Unternehmensbereichen werden sie eingesetzt?

Weber Wir sind sehr stolz darauf, dass wir schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeiter in allen Hauptberufsgruppen beschäftigen, zum Beispiel in der Instandhaltung für Schienenfahrzeuge, wo ihr Anteil bei 7,3 Prozent liegt. Wir gehen davon aus, dass grundsätzlich jeder Arbeitsplatz für behinderte Menschen geeignet sein kann.

Was unternimmt die Deutsche Bahn aktuell, um Inklusion im Unternehmen zu fördern?

Weber Wir haben gemeinsam mit der Konzernschwerbehindertenvertretung einen eigenen Aktionsplan erstellt. Ziel ist es, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Jedes Jahr werden die besten Beispiele gelungener Inklusion bei der DB ausgezeichnet.

Was ist Ihnen dabei persönlich ein besonderes Anliegen?

Weber Besonders wichtig ist mir, weiter an der gleichberechtigten Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieben zu arbeiten. Auch deswegen lege ich großen Wert auf einen engen und guten persönlichen Kontakt zur Schwerbehindertenvertretung. Die Interessen des Konzerns und die Interessen der behinderten Beschäftigten liegen oft sehr eng beieinander.

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.