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ZB EXTRA 1-2019

SBV START

Wie ein guter Start ins Amt gelingt

Die ZB hat sich in Betrieben und Dienststellen umgehört …

Schwerbehindertenvertreterin Lydia Maus, (c) Klaus Fricke
Schwerbehindertenvertreterin Lydia Maus, (c) Klaus Fricke
"Barrierefreiheit ist eine ganz entscheidende Voraussetzung für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Da ich kleinwüchsig bin, habe ich darauf natürlich ein besonderes Augenmerk. Ich meine aber auch die „Barrieren im Kopf“, die viele von uns noch haben. Sie gilt es zu beseitigen, denn jeder schwerbehinderte Beschäftigte ist auch ein wertvoller Mitarbeiter und dafür kann und sollte sich die Schwerbehindertenvertretung von Anfang an einsetzen und stark machen!"

Lydia Maus (57) ist Schwerbehindertenvertreterin und Betriebsrätin im Werk Stöcken (Hannover) der Continental Reifen Deutschland GmbH. Von den insgesamt 3.800 Beschäftigten sind 180 schwerbehindert oder gleichgestellt.

 

 

 

Gesamtschwerbehindertenvertreterin Ute Rehm-Schmid, (c) Michael Bamberger
Gesamt-SBV und Betriebsrätin Ute Rehm-Schmid, (c) Michael Bamberger
"Die Schwerbehindertenvertretung braucht zur Durchsetzung ihrer Ideen Verbündete. Ein wichtiger interner Partner ist für mich der Betriebsrat. Deswegen war es mir zu Beginn meiner Tätigkeit als Schwerbehindertenvertreterin wichtig, eine gute kollegiale Basis mit dem Betriebsrat zu finden. Mein Tipp: Überzeugen Sie den Betriebsrat davon, dass Sie keine Konkurrenz sind, sondern gemeinsame Interessen haben und vor allem als Team erfolgreich sind."

Ute Rehm-Schmid (50) ist Gesamtschwerbehindertenvertreterin und seit 2018 auch Betriebsrätin bei der August Faller GmbH & Co. KG im badischen Waldkirch. Der Hersteller für pharmazeutische Verpackungslösungen beschäftigt in allen deutschen Werken rund 900 Mitarbeiter, von denen 51 schwerbehindert sind.

 

 

Vertrauensperson Stefanie Lanz-Hafki, (c) Björn Hake
Schwerbehindertenvertreterin Stefanie Lanz-Hafki, (c) Björn Hake
"Präsenz zeigen, sich bekannt machen: Das ist mein Tipp für die neu gewählten Schwerbehindertenvertretungen. Es gibt viele gute Gelegenheiten, um sich in seiner Rolle und Funktion einzubringen, zum Beispiel regelmäßige Teilnahme an Personal- oder Betriebsratssitzungen,
Monatsgesprächen, wie auch weiteren Gremien und Arbeitsgemeinschaften. Dies sichert die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung und dient somit der Stärkung der berechtigten Interessen der Beschäftigten. Des Weiteren ist es wichtig, sich im größeren Rahmen, wie auf Personal- oder Betriebsversammlungen, Begrüßungsveranstaltungen für neue Beschäftigte, immer wieder einzubringen. Auf diese Weise werden Hemmschwellen abgebaut und es können Kontakte auf allen Ebenen geknüpft werden."

Stefanie Lanz-Hafki (40) ist die Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen bei KiTa Bremen, einem Eigenbetrieb der Stadtgemeinde Bremen, mit rund 2.500 Beschäftigten. Sie vertritt die Interessen von derzeit 115 schwerbehinderten und gleichgestellten Personen.

 

Inklusionsbeauftragte Irmgard Franken, (c) Klaus D. Wolf
Inklusionsbeauftragte Irmgard Franken, (c) Klaus D. Wolf
"Als neu gewählte Schwerbehindertenvertretung haben Sie einen frischen Blick 'auf das, was läuft'. Seien Sie optimistisch, dass Sie als Interessenvertretung etwas verändern können, weil nichts, 'was schon immer so schwierig war', so bleiben muss. Seien Sie auch offen für die Argumente oder die Sichtweise der Arbeitgeberseite, weil Sie dann vermutlich entdecken, dass man auch dort das 'Bessere' will, vielleicht mit einer anderen Vorstellung über den Weg dorthin. Aber darüber kann man ja diskutieren!"

Irmgard Franken (57) ist seit Juli 2009 Inklusionsbeauftragte der Stadt München und leitet das Gesundheits- und Eingliederungsmanagement. Rund 38.000 Mitarbeiter arbeiten für die Stadt München, davon sind 2.300 schwerbehindert oder gleichgestellt.

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Wichtiger Hinweis:
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