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ZB 2/2009

Dialyse - die künstliche Blutwäsche

Bei der Dialyse werden Stoffwechselabbauprodukte („harnpflichtige Substanzen“), Giftstoffe und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut entfernt. Am meisten verbreitet ist die Hämodialyse. Bei diesem Verfahren wird das Blut außerhalb des Körpers durch einen Filter geleitet und so gereinigt. Die Behandlung dauert meist vier bis fünf Stunden und wird in der Regel dreimal in der Woche in einem Dialysezentrum, einer Praxis oder – selten – zu Hause durchgeführt. Schonender als die Hämodialyse ist die langsame, kontinuierliche Entgiftung mittels der Bauchfell- oder Peritonealdialyse. Über einen implantierten Katheder wird eine Dialyselösung in die Bauchhöhle eingeführt. Die Flüssigkeit umspült das gut durchblutete Bauchfell und nimmt die Giftstoffe aus dem Blut auf. Nach drei bis vier Stunden wird sie ausgetauscht.

Nierentransplantation – warten auf ein neues Leben

Ein Großteil der Menschen, die auf die Dialyse angewiesen sind, wartet auf eine Nierentransplantation. Eine neue Niere bedeutet für viele ein neues Leben, Unabhängigkeit vom Dialysegerät und das Zurückgewinnen der alten Leistungsfähigkeit. Allerdings funktioniert eine transplantierte Niere im Durchschnitt nur zwölf bis 14 Jahre. Derzeit warten in Deutschland etwa 12.000 Patientinnen und Patienten auf ein Spenderorgan, davon über 8.000 auf eine neue Niere. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt bei Nierenpatienten fünf Jahre.

Mehr Informationen über Organspende unter www.organspende-info.de

 

Beispiele aus der Praxis

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