Symbol Gebärdensprache Symbol Leichte Sprache

Behinderung
&
Beruf

ZB 2/2011

Epilepsien: Anfallsarten

Beim großen Anfall – Grand mal – verliert der Betroffene das Bewusstsein, er versteift sich, stürzt und beginnt am ganzen Körper zu zucken. Während des Anfalls, der eine bis anderthalb Minuten dauert, hat der Kranke keine Kontrolle über seinen Körper. Er kann sich in die Zunge beißen, einnässen und ist anschließend benommen und desorientiert. Diese Anfälle sind weniger gefährlich, als sie nach außen wirken. Der Grand-mal-Anfall ist bei weitem nicht die häufigste Anfallsform.
Bei Absencen haben die Betroffenen eine bis zu 30 Sekunden dauern -
de Bewusstseinspause, in der sie starr oder verträumt blicken und nicht ansprechbar sind.
Einfache fokale Anfälle erfolgen bei vollem Bewusstsein. Sie äußern
sich in Form von flüchtigen Wahrnehmungen, etwa durch ein aufsteigendes
Wärmegefühl, einen bestimmten Geruch oder Geräusche. Sie können auch als Vorgefühl („Aura“) einem Anfall mit Bewusstseinsverlust vorausgehen.
Bei psychomotorischen Anfällen ist das Bewusstsein eingeschränkt.
Dabei werden häufig sinnlose Handlungen ausgeführt wie Kauen, Wischen, Sprechen von unsinnigen Sätzen oder zielloses Herumlaufen.

ZB Online

Alle Ausgaben
Aktuelle Ausgabe
2019 2018 2017 2016
2015 2014 2013 2012
2011 2010 2009 2008
2007 2006 2005

Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.