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ZB 2-2014

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Wenn die Realität verschwimmt:
Psychosen

Sie sind der Inbegriff einer psychischen Erkrankung. Gleichwohl sind Psychosen (griechisch: "kranke Seele") zahlenmäßig weniger bedeutsam als beispielsweise Angststörungen oder Depressionen. In ganz Deutschland leiden schätzungsweise 800.000 Menschen daran.

Krankheitsbilder
Psychotisch zu werden, bedeutet vorübergehend aus der Realität auszusteigen, sie verändert wahrzunehmen und zu verarbeiten. Betroffene hören zum Beispiel Stimmen, fühlen sich ohne Grund bedroht, verfolgt oder kontrolliert, stellen unrealistische Zusammenhänge zwischen Erlebnissen und ihrer Person her, denken gar, dass sie die Gedanken anderer Menschen "lesen" können. Solche Wahnvorstellungen sind typisch für eine Schizophrenie. Ein anderes Krankheitsbild unter dem Sammelbegriff "Psychosen" ist die bipolare Störung. Die betroffenen Menschen leben in Extremen: Unbändige Euphorie (Manie) wechselt sich ab mit tiefer Traurigkeit (Depression).

Verlauf
Nach heutigem Verständnis beruhen Psychosen auf neurobiologischen Störungen des Gehirns. Entwicklungsbedingt treten sie mehrheitlich erstmals im frühen Erwachsenenalter auf. Allerdings entstehen die Erkrankungen nicht "über Nacht", sondern allmählich. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann den Ausbruch von Symptomen verhindern und den weiteren Verlauf günstig beeinflussen.

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