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Behinderung
&
Beruf

ZB 3/2005

Beispiele aus der Praxis

Rehabilitanden bei der Wiedereingliederung unterstützen...

Der Auftraggeber: Integrationsamt beim Kommunalverband für Jugend und Soziales in Karlsruhe (arbeitsbegleitende Betreuung), Landesversicherungsanstalt Baden Württemberg als Rentenversicherungsträger (Kostenträger der Wiedereingliederung)

Die Situation: Im Jahr 2000 hatte Hermann Gerstner, der bei der Colordruck GmbH in Pforzheim als Endlos-Drucker angestellt war, einen zweiten Arbeitsunfall. Die Folge: ein schmerzhaftes Wirbelsäulenleiden und massive Angst vor Maschinen. Beides verschlimmerte sich im Laufe der Zeit erheblich. Aufgrund der vielen Fehlzeiten war Hermann Gerstners Arbeitsplatz stark gefährdet.

Die Lösung: Im April 2005 kam der 48-Jährige zur Behandlung in die Reha-Klinik in Bad Dürkheim. Sechs Wochen später wurde Hermann Gerstner mit der Empfehlung an den Rehabilitationsträger entlassen, eine stufenweise Wiedereingliederung durchzuführen. Die Reha-Klinik schaltete den Integrationsfachdienst in Pforzheim ein. Es zeichnete sich bereits ab, dass eine Umsetzung notwendig war.

Marcus Petzold vom Integrationsfachdienst in Pforzheim unterstützte den Arbeitgeber bei der Suche nach einer neuen Tätigkeit für Hermann Gerstner. Schließlich fand sich im Betrieb ein Arbeitsplatz im Bereich Einkauf und Disposition. Der Fachdienstberater sorgte dafür, dass die Einarbeitung mit einer Weiterbildung in einem Berufsförderungswerk unterstützend begleitet wird. Außerdem hält er regelmäßig Kontakt zu seinem Klienten, dem Arbeitgeber, der Reha-Klinik, dem Rentenversicherungsträger und dem Berufsförderungswerk, um den Eingliederungsprozess zu koordinieren, die Abstimmung zwischen den Beteiligten zu erleichtern und bei Problemen frühzeitig eingreifen zu können.

WAS IST NEU?
„Viele wissen nicht, dass wir auch für behinderte Menschen ohne Schwerbehindertenausweis aktiv werden können, zum Beispiel für Rehabilitanden oder für seelisch behinderte Menschen. Voraussetzung ist, dass uns ein Rehabilitationsträger beauftragt und die Kosten übernimmt.“
Marcus Petzold, Integrationsfachdienst beim Badischen Landesverband für Prävention und Rehabilitation e.V., Pforzheim

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.