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Behinderung
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Beruf

ZB 03/2011

Rückenschonender Aufstieg

Otto Hohlfeld neben Gabelstapler mit Einstiegsleiter, (c) Jochen Stoss
Otto Hohlfeld und sein umgebauter Gabelstapler, (c) Jochen Stoss
Heinz-Otto Hohlfeld (57)

  • Rheumatisches Wirbelsäulenleiden
  • Gabelstaplerfahrer bei der CHS Container Handel GmbH, Bremen

Heinz-Otto Hohlfeld fährt „schweres Gerät“: sein Gabelstapler wiegt 38 Tonnen. Damit befördert der 57-Jährige Container, die in großen Hallen repariert und nach Kundenwunsch ausgerüstet werden. Die Firma CHS verkauft und vermietet Container für den Seetransport, als Büroräume, Kühlzellen oder Möbellager.

Jeder Einstieg ein Kraftakt Seit 20 Jahren steigt Heinz-Otto Hohlfeld auf den Gabelstapler. Bis zu 40-mal am Tag. Ein Kraftakt, denn er muss dabei eine Höhe von fast zwei Metern mit nur fünf Stufen überwinden. Allein die erste Stufe befindet sich 60 Zentimeter über dem Boden. Heinz- Otto Hohlfeld hat immer öfter Rückenschmerzen. Und „manchmal geht gar nichts mehr“. Mit einem Grad der Behinderung von 40 – wegen einer Rheumaerkrankung – ist er schwerbehinderten Menschen gleich  gestellt. Als er immer öfter wegen Krankheit fehlt, ist der Arbeitsplatz in Gefahr.

Stufe um Stufe Die Technische Beraterin Sigrid Heininger schaut sich daraufhin den Arbeitsplatz genaueran. Gemeinsam mit dem Hersteller des Gabelstaplers überlegt sie, wie eine gleichmäßige Stufenhöhe erreicht und die unterste Stufe in eine gangbare Höhe gebracht werden kann. Auch fehlen bislang stabile Handläufe, die den Ein- und Ausstieg erleichtern. Später kommt ein von der Rentenversicherung finanzierter ergonomischer Sitz hinzu. Der Job von Heinz-Otto Hohlfeld ist erst einmal gerettet.

Den ersten Umbau für rund 7.500 Euro hat das Integrationsamt beim  Versorgungsamt in Bremen finanziert.

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Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.