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ZB 03/2011

Kraftsparende Bürotechnik

Frau am Computer, (c) TommL/iStockphoto
Jasmin Meyer mit einer Einhandtastatur, (c) iStockphoto/TommL
Jasmin Meyer* (23)

  • Fehlende linke Hand
  • Rechtsanwaltsfachangestellte in der Kanzlei Oliver Völsing, Berlin

 

Jasmin Meyer ist die erste Auszubildende gewesen, die Rechtsanwalt Oliver Völsing nach der Lehre übernommen hat. Er ist sehr zufrieden  mit der Arbeit, die die 23-Jährige mit „rechts“ erledigt, da ihre linke Hand von Geburt an fehlt.

Notieren und kopieren Seit Januar 2011 ist Jasmin Meyer in der  „Mahnfactory“, einer auf Forderungsmanagement spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei, mit klassischen Bürotätigkeiten beschäftigt. Obwohl sie das meiste äußerst versiert mit einer Hand erledigt, gibt es Aufgaben, die
der Angestellten Schwierigkeiten bereiten – ein Diktat notieren etwa oder geheftete Dokumente kopieren, die mit einem amtlichen Siegel versehen sind und daher nicht getrennt werden dürfen.

Auf Knopfdruck Der Beratende  Ingenieur des Berliner  Integrationsamtes Matthias Grams empfiehlt die Anschaffung von Bürogeräten, die komfortabel mit einer Hand bedient  werden können: eine Einhand-Tastatur mit spezieller Maus sowie elektrische Locher und Hefter. Die Bearbeitung der Post erleichtern Brieföffner,  Falzmaschine und Frankiersystem, die allesamt automatisch funktionieren. Diktate, die ihr Chef mit Hilfe einer Spracherkennungssoftware aufnimmt, kann Jasmin Meyer als Textvorlage künftig am PC nachbearbeiten. Nur für das Kopieren bestimmter Dokumente braucht sie nach wie vor die Hilfe von Kollegen.

Das Integrationsamt beim Landesamt für Gesundheit und Soziales  Berlin fördert den Arbeitsplatz mit rund 12.000 Euro.

(*Name von der Redaktion geändert)

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.