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ZB 03/2011

Was ist das Down-Syndrom?

Beim Down-Syndrom handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine genetische Besonderheit. Das E rbgut jeder Zelle besteht  normalerweise aus 23 C hromosomenpaaren. Beim Down-Syndrom kommt das C hromosom 21 dreifach vor, daher die medizinische Bezeichnung „Trisomie 21“.

Ursache: In 95 Prozent der Fälle liegt eine fehlerhafte Zellteilung während der Bildung der Eizelle zugrunde. Das Risiko hierfür steigt mit zunehmendem Alter der Mutter.

Häufigkeit:
Down-Syndrom ist eines der verbreitetsten angeborenen Syndrome. Weltweit leben fünf Millionen Menschen mit dieser Behinderung. In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 1.200 Kinder mit Down-Syndrom geboren. Damit ist eine von 700 Geburten betroffen.

Merkmale
: Wegen des leicht asiatischen Aussehens prägte der englische Arzt John Langdon Down, der 1866 das Syndrom zum ersten Mal beschrieben hat, den Begriff „mongoloid“. Eine Bezeichnung, die heute als diskriminierend empfunden wird und daher nicht mehr verwendet werden sollte.

Schwächen und Stärken: Die Chromosomenanomalie ist verantwortlich für eine verzögerte körperliche und geistige Entwicklung. Gehäuft auftretende gesundheitliche Probleme wie Herzfehler,  Darmfehlbildungen, Seh- und Hörstörungen führten früher dazu, dass sich die Kinder wegen fehlender und unzureichender Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten nicht gut entwickeln konnten. Umso mehr profitieren sie heute vom medizinischen Fortschritt und einer frühen  Förderung. Eine besondere Stärke ist ihre ausgeprägte soziale Kompetenz: Sie werden oft als freundlich, sensibel und „unkompliziert“ beschrieben.

Schule und Beruf: Kinder mit Down-Syndrom besuchen überwiegend
eine Förderschule für Menschen mit geistiger Behinderung oder eine
integrative Schule. Die Mehrheit wechselt danach in eine Werkstatt
für behinderte Menschen. Die wenigen, die bisher den Sprung auf den
allgemeinen Arbeitsmarkt geschafft haben, arbeiten zum Beispiel im
Gastgewerbe und im Einzelhandel, in Altersheimen, Kindergärten oder
Krankenhäusern.

Mehr Informationen beim Deutschen Down-Syndrom Infocenter.

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.