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Behinderung
&
Beruf

ZB 3/2012

Pyramide mit Zahlenwürfeln als Serienlogo Serie: Das 1x1 der Förderung

Leistungen an Arbeitgeber

Leistungen für die behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes


Wie viel?
In 9.379 Fällen wurde im Jahr 2011 diese Leistung erbracht. Fast 28,6 Millionen Euro haben die Integrationsämter dafür aufgewendet.

Wozu? Die Möglichkeiten, einen Arbeitsplatz behinderungsgerecht auszustatten, sind so vielfältig wie die Behinderungen selbst. Ein Mensch mit einer Sinnesbehinderung hat hier einen völlig anderen Bedarf als zum Beispiel ein Rollstuhlfahrer. Häufig wird der Technische Beratungsdienst des Integrationsamtes einen Betriebsbesuch durchführen und geeignete Lösungsvorschläge machen. Die Beschaffung erfolgt dann durch den Arbeitgeber selbst, der dafür eine Leistung des Integrationsamtes bis zur vollen Höhe der Kosten erhält.

Von wem? Eine Leistung des Rehabilitationsträgers anstelle des Integrationsamtes kommt dann in Betracht, wenn die Behinderung erst neu eingetreten ist oder sich gravierend verschlechtert hat und dadurch die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist. Geht es dagegen eher um eine Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen, ist das Integrationsamt zuständig.

Was beachten? Geht es um fest eingebaute Hilfen, zum Beispiel einen Personenaufzug oder behindertengerechte Sanitärräume, wird die Leistung in der Regel an den Arbeitgeber erbracht. Geht es dagegen um individuelle und mobile Hilfen, die stark an die Person gebunden sind, zum Beispiel eine Braille-Zeile für einen blinden Mitarbeiter, kann die Leistung direkt an diesen gefördert werden. Vorteil der Leistung an den Arbeitgeber: Bei ihm verbindet das Integrationsamt die Leistung mit einer „Arbeitsplatzbindung“ für eine gewisse Dauer. Das macht den Arbeitsplatz für längere Zeit sicherer.

Wo zu finden? § 26 SchwbAV

 

Lehrerin mit Grundschulkindern, (c) Photodisc/Thinkstock
(c) Stockbyte/Thinkstock
BEISPIEL: Ein Lift im Schulgebäude

Für eine schwerbehinderte Lehrerin, die wegen Multipler Sklerose im Rollstuhl sitzt, muss an ihrer Schule ein Personenaufzug eingebaut werden, um ihr eine weitere Berufstätigkeit zu ermöglichen. Das Integrationsamt bezuschusst einen Teil der Aufwendungen. Nur einen Teil, weil der Lift nicht nur der behinderten Lehrerin sondern zum Beispiel auch behinderten Kindern oder Besuchern zugute kommt.

 

 

 

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.