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ZB 4-2014

SBV START
Erfolgsrezepte für die Schwerbehindertenvertretung


Wie wird die Arbeit der SBV zum Erfolg? Dazu Stimmen aus der Praxis: Schwerbehindertenvertretungen, Betroffene, Arbeitgeber und Fachleute geben Tipps.

Porträt von Mirella Suck, (c)Manuel Schülter
Mirella Suck, (c) Manuel Schlüter
"Vertrauen ist ein Schlüsselbegriff in der Arbeit der Schwerbehindertenvertretung. Die behinderten und gleichgestellten Kolleginnen und Kollegen, der Betriebsrat, aber auch der Arbeitgeber müssen sich auf unser Wort verlassen können."

Mirella Suck (47) ist technische Angestellte im Bereich Disposition beim Gewürzhersteller Raps GmbH & Co. KG in Kulmbach/Bayern. Die Firma hat am Hauptsitz ca. 600 Beschäftigte. Als Schwerbehindertenvertretung kümmert sich Mirella Suck seit 2010 um rund 25 schwerbehinderte und gleichgestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 



Porträt von Ingo Jungen, (c)Christoff Geissel
Ingo Jungen, (c) Christoff Geissel
"Viele denken, als Schwerbehindertenvertretung sei man allein gelassen. Im Gegenteil! Wir können nur etwas bewegen, wenn es uns gelingt, andere ins Boot zu holen und für unsere Themen zu gewinnen. Ich erlebe vor allem bei der Umsetzung der Inklusion, wie wichtig dies ist."

Ingo Jungen (43) ist Gesamtschwerbehindertenvertretung bei der Deutschen Telekom AG mit ca. 17.000 Beschäftigten. Die Beschäftigungsquote liegt bei 10,3 Prozent. Neben Ingo Jungen vertreten 13 örtliche Vertrauenspersonen die Interessen der schwerbehinderten Beschäftigen in den Betrieben der Telekom.






Aristoula Padopoulou an ihrem Arbeitsplatz, (c)Paul Esser
Aristoula Padopoulou, (c) Paul Esser
"Der Arbeitsalltag schwerbehinderter Beschäftigter ist häufig durch eine Vielzahl von Barrieren erschwert. Dabei geht es nicht nur um die räumlichen Hindernisse, sondern auch um die Barrieren in den Köpfen. Die Schwerbehindertenvertretung trägt dazu bei, diese aus dem Weg zu räumen. Damit sorgt sie für den Erhalt bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Unternehmen."

Aristoula Papadopoulou (48), arbeitet als klinische Psychologin in der Kaiser-Karl-Klinik in Bonn, einer privaten Fachklinik für rehabilitative Medizin. Dort betreut sie Patienten, die mit den Folgen einer schweren Erkrankung oder Behinderung fertig werden müssen.

 

Porträt von Juergen Hahn, (c)Friedrich Stampe
Jürgen Hahn, (c) Friedrich Stampe
"Viele Arbeitgeber sind einer Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht abgeneigt, wenn es dafür gute Argumente gibt. Den Schwerbehindertenvertretungen empfehle ich deshalb, konkrete Lösungsvorschläge zu machen, die nicht nur die Interessen der schwerbehinderten Mitarbeiter, sondern auch die des gesamten Betriebs im Blick haben."

Jürgen Hahn (52), Inhaber und Geschäftsführer der Reinert Kunststofftechnik GmbH & Co. KG in Bissingen an der Teck/Baden-Württemberg. Der mittelständische Automobilzulieferer beschäftigt 13 schwerbehinderte Menschen.



 

Christine Herntier an ihrem Arbeitsplatz, (c) Michael Helbig
Christine Herntier, (c) Michael Helbig
"Aufgrund des demografischen Wandels werden wir in Zukunft noch mehr ältere und behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Reihen haben. Daher kommt einer kompetenten Schwerbehindertenvertretung eine immer größere Bedeutung zu."

Christine Herntier (57), Bürgermeisterin von Spremberg/Brandenburg, einer Gemeinde bei Cottbus mit 25.000 Einwohnern.

 

 

 


Porträt von Ulrich Roemer, (c)Uli Deck
Ulrich Römer, (c) Uli Deck
"Durch den Gedanken der Inklusion verändert sich ein Stück weit auch die Rolle der SBV. Sie ist zunehmend mit präventiven Aufgaben befasst. Neue Arbeitsplätze im Betrieb schafft sie durch Überzeugungsarbeit, erhalten kann sie einen Arbeitsplatz am besten durch möglichst frühzeitiges Tätigwerden gemeinsam mit dem Arbeitgeber. Die Integrationsämter wollen mit ihrem Bildungsangebot dazu beitragen, dass die SBV ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner im Betrieb ist. Wir Trainer sind sozusagen Botschafter der Teilhabe!“

Ulrich Römer (49) ist Trainer und Fortbildungskoordinator des Integrationsamtes beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg in Karlsruhe.

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