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Behinderung
&
Beruf

Patricia Strom ZB 1/2010

Beispiele aus der Praxis

Idee: eigenes Büro eingerichtet


Patricia Strohm

Alter 32 Jahre
Erkrankung SAPHO-Syndrom
Beruf Kommunikations-Designerin, selbstständig, Eislingen

Meine Karriere als Diplom-Designerin hatte recht vielversprechend begonnen. Nach dem Studium bekam ich meinen ersten Job in einer Werbeagentur, doch bereits nach einem Jahr hatte ich so große Schmerzen, dass ich mich krankschreiben lassen musste. Die Ärzte stellten bei mir das SAPHO-Syndrom fest, eine seltene Krankheit aus dem Formenkreis der rheumatischen Erkrankungen. Vier Wochen später kündigte mir der Arbeitgeber. Offiziell aus betrieblichen Gründen, aber inoffiziell, weil ich so lange krank war. Und das, obwohl ich mit meiner damaligen Chefin offen über meine Erkrankung und deren Auswirkungen gesprochen hatte. Darauf folgten zwei schwere Jahre der Berufsunfähigkeit. Durch die Unterstützung meiner betreuenden Ärzte und mit Verbesserung meines gesundheitlichen Zustands wuchs schließlich wieder die Kraft in mir, neue berufliche Pläne zu schmieden. Allerdings blieb die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz trotz einer dreimonatigen Weiterbildung erfolglos. Vielleicht auch, weil mir einfach niemand zutraute, jeden Tag acht, neun Stunden oder länger in einer Werbeagentur sitzen zu können. Was nun? Hier kommt meinem Lebensgefährten eine wichtige Rolle zu. Er hat den gesamten Krankheitsverlauf mit erlebt und mir immer, gerade auch in schwierigen Phasen, beigestanden. Nach dem gemeinsamen Hauskauf kamen wir schließlich auf die Idee, im Erdgeschoss ein Büro einzurichten, das ganz auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mittlerweile arbeite ich seit zwei Jahren als selbstständige Grafikerin erfolgreich in meinen eigenen vier Wänden und habe meine Entscheidung nie bereut!

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