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ZB EXTRA 4-2017

Zukunftswerkstatt 2.0

Ein Bild sagt mehr als tausend Wort

Zum Abschluss der Zukunftswerkstatt präsentierten die Workshop-Teams ihre Ergebnisse – vor der beeindruckenden Kulisse einer fast sechs Meter breiten, bunten Plakatwand.

Gezeichnetes Protokoll der Zukunftswerkstatt
Das gezeichnete Protokoll der Zukunftswerkstatt, (c) Kirsten Reinhold

Die Zeichnung darauf wurde von der Grafik-Designerin Kirsten Reinhold nach der Methode des "Graphic Recording" angefertigt. Gespeist von den Informationen aus den Workshops und aus den Vorträgen ließ sie im Verlauf von zwei Tagen ein Bild entstehen, das die gesamte Veranstaltung dokumentierte. Diese Art der bildhaften Dokumentation setzen die Integrationsämter auch sonst in ihrer Arbeit bei unterschiedlichen Gelegenheiten ein – zum Beispiel in Schulungen. Auf der Zukunftswerkstatt nutzten die Workshop-Teams das Schaubild, um den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre Ergebnisse zu erläutern.

Audio-Slideshow "Zukunftswerkstatt 2.0"

Hier eine Zusammenfassung der Veranstaltung als Video (5 Min.):

PERSPEKTIVWECHSEL
„Einen Satz, den ich immer wieder gehört habe, war: ‚Wir brauchen die Integrationsämter‘, das freut mich sehr!“, sagte Christoph Beyer nach der Präsentation. Und er versprach: „Auch in Zukunft werden wir den Schwerbehindertenvertretungen und den Betrieben mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Klar ist: Nicht alle Wünsche der Teilnehmer können in absehbarer Zeit realisiert werden – etwa die Vision eines universellen Reha-Trägers – trotzdem war es wichtig, so sein Fazit, sich auszutauschen und einander besser kennenzulernen. Manchmal ist ein Perspektivwechsel notwendig, um die Positionen und Vorgehensweisen des Partners besser verstehen zu können. Auch dafür bot die Zukunftswerkstatt der BIH allen Beteiligten eine gute Gelegenheit.


GESICHT UND STIMME DER BIH
Vor Ort waren auch die Menschen, die der BIH Gesicht und Stimme geben: die Mitglieder des BIH-Vorstandes. Wie erlebten sie die Veranstaltung? Michael Alber aus Niedersachsen antwortete als Erster: „Es war schön zu sehen, wie wir uns auf eine so spielerische und lockere Art und Weise den Themen genähert haben. Ich freue mich über das gute Verhältnis zwischen Integrationsamt und den Schwerbehindertenvertretungen. Das ist für uns eine wichtige Grundlage für die Fortsetzung unserer Arbeit.“

Für David Geduldig aus Bremen war es beeindruckend zu sehen, wie kreativ die Integrationsteams in der Praxis agieren und wie wichtig der Austausch untereinander ist, vor allem zwischen den Integrationsteams und den BEM-Teams. Simone Wuschech aus Brandenburg sagte: „Das Feedback und das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mich sehr beeindruckt. Und ja, wir sind mitten drin in unserer Zukunft. Meine Akkus sind aufgeladen und ich nehme sehr viel Motivation mit nach Hause für die weitere Arbeit.“ Auch ihr hessischer Kollege Thomas Niermann war von dem Engagement der Teilnehmer begeistert: „Nach dem Vortrag von Professor Meyer waren alle darauf bedacht, unvoreingenommen zu sein und Stereotype zu vermeiden – wir haben offen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Beeindruckt haben mich auch die kreativen Präsentationen.“


ZIEL ERREICHT
Der BIH-Vorsitzende Christoph Beyer stellte fest: „Wenn ich sehe, wie gut die Stimmung war und wie lebhaft überall diskutiert wurde, kann man davon ausgehen, dass viele Kontakte – auch mit den Mitarbeitern der Integrationsämter – über diese Veranstaltung hinaus weitergeführt und vertieft werden. Denn wir brauchen einander, wie diese Zukunftswerkstatt gezeigt hat!“

Für die BIH hat die Zukunftswerkstatt ihr Ziel erreicht. Sie hat sich als Plattform für den Austausch zwischen Integrationsämtern und Integrationsteams bewährt. Deshalb soll es in vier Jahren wieder eine derartige Veranstaltung geben, so die Ankündigung der BIH. Bis dahin werden sich die Integrationsämter weiter auf den Weg der Prävention begeben und sich vor allem auch mit dem Arbeitsfeld des Technischen Beratungsdienstes auseinandersetzen. "Im Namen der BIH bedanke ich mich herzlich, dass Sie gekommen sind, sich eingebracht haben und mit uns zusammen neue Ideen entwickelt haben. Wir sehen uns in vier Jahren wieder!“ schloss Christoph Beyer unter Beifall die Zukunftswerkstatt 2017.

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.