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Behinderung
&
Beruf

ZB 2-2013

LVR Fachkongress

dialogPERSONAL: inklusive ideen und impulse

Innovative Personalpolitik: Was können Betriebe von
Integrationsunternehmen lernen?

Ulrike Lubek, Guntram Schneider und Dr. Jutta Rump (c)  Paul Esser
Ulrike Lubek, Guntram Schneider und Dr. Jutta Rump (c) Paul Esser

Wie meistern Integrationsunternehmen die Herausforderungen bei der gemeinsamen Arbeit von Menschen mit und ohne Behinderung? Wie können Arbeitgeber die neuen Erfahrungen mit einer produktiven Vielfalt für ihr Personalmanagement nutzen? Welche Wettbewerbsvorteile bietet ein aktives soziales Engagement für den Betrieb? Diese Fragen standen im Zentrum beim Fachkongress dialogPERSONAL – inklusive ideen und impulse des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) am 19. April 2013 in der Messe Köln. Vorbereitung und Organisation hatte das LVR-Integrationsamt übernommen.

Das Interesse war groß, vor allem bei der Wirtschaft: Über 400 Arbeitgeber, Verantwortliche aus Industrie, Dienstleistung, Kommunikation, Handwerk, den Kammern, der Öffentlichen Verwaltung, aus Hochschulen, sozialen Unternehmen und Verbänden sowie Experten des LVR führten die Diskussion über neue Erfahrungen und Strategien einer inklusiven Personalpolitik.Das Ziel des breiten, übergreifenden Dialogs „sozial + wirtschaftlich“ wurde voll erreicht.

Integrationsunternehmen beschäftigen mindestens 25 Prozent Menschen mit einer schweren Behinderung und müssen gleichzeitig als Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes wirtschaftlich handeln und konkurrenzfähig sein. „Integrationsunternehmen zeigen, dass sich wirtschaftlicher Erfolg und sozialpolitisches Engagement sehr gut vereinbaren lassen“, so LVR-Direktorin Ulrike Lubek bei der Eröffnung des Kongresses. Guntram Schneider, NRW-Minister für Arbeit, Integration und Soziales, unterstrich durch seine Teilnahme am Kongress das Gewicht des Themas Inklusion für die NRW-Landesregierung: „Menschen mit Behinderungen konnten bislang nicht wie andere vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren. Ein ernstes Problem, denn Arbeit ist nicht nur Broterwerb, sondern ein wichtiger Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe. Mit dem Landesprogramm „Integration unternehmen!“ haben wir dazu beigetragen, dass die Zahl der Integrationsunternehmen in NRW in wenigen Jahren auf 220 verdoppelt werden konnte. Hier haben bis heute bereits über 2.500 Menschen mit einer schweren Behinderung eine dauerhafte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gefunden.“

Das Initialreferat von Prof. Dr. Jutta Rump setzte entscheidende Impulse für die Diskussion (siehe ERGEBNISSE). Nach einer Podiumsdiskussion wurde in neun Fachforen gearbeitet zu den Themen Betriebs- und Arbeitsorganisation, Motivation, Ausbildung und Qualifizierung, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM), Personalgewinnung und Corporate Social Responsibility (CSR). Nach einer ersten Zusammenfassung durch LVR-Dezernentin Martina Hoffmann-Badache und die Verantwortlichen des LVRIntegrationsamtes Karin Fankhaenel (Leiterin) und Klaus-Peter Rohde (Abteilungsleiter) wurde beim Ausklang mit Kölschem Buffet im Foyer noch lange angeregt diskutiert.


Stimmen


"Es ist ein großes Defizit, bei Menschen
zuerst die Defizite zu sehen,
anstatt auf ihre Fähigkeiten und
Kreativität zu setzen."
Ulrike Lubek, LVR-Direktorin


"Für uns ist sozial, was
gute Arbeit schafft, die der Vielfalt
der Menschen Rechnung trägt."
Guntram Schneider, NRW-Arbeitsminister


"Die Arbeitswelt wird bunter.
Die neue Vielfalt muss als Chance
genutzt werden. Dazu braucht es
Inklusion."
Prof. Dr. Jutta Rump, FH Ludwigshafen

Dokumentation

Der LVR-Fachkongress mit Reden, Initialreferat und einer Zusammenfassung der Fachforen ist nachzulesen in einer ausführlichen Dokumentation.

 

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Wichtiger Hinweis:
Die Artikel im ZB-Archiv geben die jeweils gültige Rechtslage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Integrationsamt.