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„Wirtschaft Inklusiv“

Die Sprache der Arbeitgeber sprechen

Arbeitgeberverbände und Bildungswerke der Wirtschaft machen sich mit einem Projekt für mehr Inklusion stark. Sie setzen dabei vor allem auf regionale Netzwerke.

ZB 4-2013

„Wirtschaft Inklusiv“

Die Sprache der Arbeitgeber sprechen

 

Arbeitgeberverbände und Bildungswerke der Wirtschaft machen sich mit einem Projekt für mehr Inklusion stark. Sie setzen dabei vor allem auf regionale Netzwerke.

 

Björn Hagen, Projektkoordinator bei der Bundesarbeitsgemeinschaft © privat
Björn Hagen, (c) privat

Herr Hagen, es gibt bereits zahlreiche Aktionen und Programme, welche die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen propagieren. Was ist das Besondere an „Wirtschaft Inklusiv“?

Björn Hagen Diese Initiative kommt aus der Wirtschaft selbst. Die Arbeitgeberverbände wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass die Arbeitswelt inklusiver wird. Viele Unternehmen profitieren bereits von der Arbeitskraft schwerbehinderter Menschen, aber es gibt auch Arbeitgeber, die trotz Beschäftigungspflicht bisher noch keine Menschen mit Behinderungen ausbilden oder beschäftigen. Beratungsdefizite und meist ausräumbare Vorbehalte sind häufig Gründe hierfür. Das wollen wir ändern, indem wir Arbeitgeber für das Thema Inklusion sensibilisieren. Wir wollen das Thema positiv besetzen und die Potenziale von Menschen mit Behinderung noch stärker in den Fokus rücken.

Helfen denn bei der Fülle an bereits vorhandenen Informationsangeboten noch mehr Appelle und Broschüren ...?

Hagen Es kommt aus unserer Sicht darauf an, dass die Informationen die Arbeitgeber tatsächlich erreichen und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mit „Wirtschaft Inklusiv“ wollen wir bundesweit regionale Netzwerke aufbauen, um die vielfältigen Informations- und Förderangebote stärker zu verknüpfen und Arbeitgeber noch gezielter anzusprechen. Dabei versuchen wir, alle Akteure des Teilhabesystems, wie Integrationsämter, Integrationsfachdienste, Arbeitsagenturen, Reha- Träger und andere, in die Netzwerkarbeit vor Ort einzubinden.

Was haben Sie konkret an Aktivitäten geplant?

Hagen Neben Informations- und Fortbildungsveranstaltungen werden wir zunächst in unseren acht Modellregionen speziell geschulte „Inklusionslotsen“ einsetzen. Sie sollen in die Betriebe gehen, Arbeitgeber über die vorhandenen Fachdienste, Einrichtungen und Institutionen der beruflichen Teilhabe und Rehabilitation behinderter Menschen informieren, sie beraten und geeignete Unterstützungsangebote vermitteln. Ziel ist, dass die vorhandenen Strukturen, Unterstützungssysteme und Förderleistungen besser bekannt sind und so auch stärker genutzt werden.

 

 

 

ZB 4-2013

Wirtschaft Inklusiv

Das im August 2013 gestartete Projekt wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft für ambulante berufliche Rehabilitation (BAG abR), einem Zusammenschluss wirtschaftsnaher Bildungsträger, durchgeführt. Es läuft bis März 2017 und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. Zu den Modellregionen gehören Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen, NRW/West- falen- Lippe, Baden-Württemberg und Bayern. Das Projekt soll auch die geplante bundesweite Informationskampagne „Inklusion gelingt!“ der Spitzenverbände der Wirtschaft unterstützen. Mehr Informationen unter http://www.bagabr.de/nachrichten-aktuelles/items/neues-projekt-der-bag-abr-am-start.html


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