Service

| Bild: Geschäftsmann schüttelt jemand die Hand, (c) iStockphoto/Yuri Arcurs |
Die Integrationsämter bieten einen umfassenden und unbürokratischen Service für Arbeitgeber, schwerbehinderte Menschen und die betrieblichen Integrationsteams.


Die Integrationsämter bieten einen umfassenden und unbürokratischen Service für Arbeitgeber, schwerbehinderte Menschen und die betrieblichen Integrationsteams. Ziel ist es, fachlich fundierte, technisch, finanziell und organisatorisch realisierbare Lösungen zu finden, die für die Betriebe wie auch für die schwerbehinderten Beschäftigten akzeptabel sind.

Die Integrationsämter bieten ...

Fachdienste : Den Integrationsämtern stehen hierfür die technischen Beratungsdienste wie auch die in ihrem Auftrag arbeitenden Integrationsfachdienste zur Verfügung. Beide Fachdienste sind Experten auf ihrem Gebiet und bieten ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungangebot für Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen. Ihre Arbeit erfolgt in der Regel vor Ort. Dazu gehört auch die Information und Beratung des beruflichen Umfelds, der Vorgesetzten und Arbeitgeber.

Beratung und Betreuung

Die individuelle Unterstützung, Begleitung und Betreuung schwerbehinderter Menschen und ihrer Arbeitgeber ist das Kernstück der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben.


Die individuelle Unterstützung, Begleitung und Betreuung schwerbehinderter Menschen und ihrer Arbeitgeber in allen Fragen, die mit der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zusammenhängen, ist das Kernstück der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben. Die Integrationsämter nutzen dafür die Dienste Dritter, die Integrationsfachdienste.

Die Integrationsfachdienste unterstützen schwerbehinderte Menschen, indem sie z.B. ...

  • am Arbeitsplatz einarbeiten, um etwa - gerade zu Beginn eines Arbeitsverhältnisses - eine Überforderung zu vermeiden. Beispielsweise können Ergotherapeuten zusammen mit dem Betroffenen die Arbeitsabläufe neu organisieren.
  • in psychosozialen Fragen beraten und ggf. auch praktische Hilfestellungen organisieren. Sie entwickeln Lösungen und erarbeiten individuelle Vorschläge für alle betrieblichen Probleme, die im Zusammenhang mit der Behinderung stehen. Zum Beispiel bei Schwierigkeiten mit der Bewältigung der Arbeit, bei Problemen im Umgang mit Kollegen, bei Leistungsschwankungen, Unter- oder Überforderung, Konflikten oder Kommunikationsschwierigkeiten.
  • das betriebliche Umfeld informieren, um Problemen im Vorfeld zu begegnen. Mit Einverständnis des schwerbehinderten Menschen werden Vorgesetzte wie auch der Kollegenkreis informiert, z.B. über die Auswirkungen der Behinderung und worauf im Umgang mit der Behinderung zu achten ist. Die Praxis zeigt, dass dadurch Missverständnisse vermieden werden können und dem neuen Kollegen offener gegenübergetreten wird.


Die Integrationsfachdienste unterstützen Arbeitgeber und das betriebliche Integrationsteam, indem sie z.B. ...

  • als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Sie sollen die Betriebe umfassend informieren und beraten sowie alle in Betracht kommenden Leistungen für den Arbeitgeber abklären und ihn bei der Beantragung unterstützen.
  • informieren und beraten bei der Initiierung einer Integrationsvereinbarung und bei der Einführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements.


Kontakt zu den Integrationsfachdiensten kann aufgenommen werden über ...

  • das zuständige Integrationsamt.
  • die Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern, denn viele von ihnen können über die Möglichkeiten der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben informieren und auch den Kontakt zu den Integrationsfachdiensten herstellen.
  • den Integrationsfachdienst in der Nähe.

Finanzielle Förderung

Durch verschiedene finanzielle Leistungen an Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen können die Integrationsämter die Chancen auf eine betriebliche Integration verbessern.

Die Integrationsämter unterstützen im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen durch verschiedene finanzielle Leistungen, um die Chancen auf eine betriebliche Integration zu verbessern.

Gefördert werden können Arbeitgeber, die z.B. ...

  • neue Arbeits- und Ausbildungplätze für schwerbehinderte Menschen schaffen,
  • vorhandene Arbeitsplätze behinderungsgerecht ausstatten,
  • behinderten jungen Menschen eine Ausbildung oder Beschäftigung ermöglichen.


Gefördert werden können schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben, die z.B. ...

  • auf technische Arbeitshilfen angewiesen sind, um ihren Arbeitsplatz ausfüllen zu können,
  • Hilfe beanspruchen müssen, um den Arbeitsplatz zu erreichen,
  • eine eigene berufliche Existenz gründen wollen,
  • eine Arbeitsassistenz benötigen.


Gefördert werden können Integrationsprojekte, die ...

  • Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen schaffen.

Technische Beratung

Der Technische Beratungsdienst des Integrationsamtes berät in allen technischen und organisatorischen Fragen bei der behinderungsgerechten Gestaltung eines Arbeitsplatzes.

Der Technische Beratungsdienst ist ein Fachdienst des Integrationsamtes. Die Beratenden Ingenieure kennen sich aus in Fragen der Ergonomie und haben Erfahrungen mit den Auswirkungen von Behinderungsarten. Mit diesem "Rüstzeug" gehen sie in die Betriebe und beraten vor allem Arbeitgeber, schwerbehinderte Menschen und das betriebliche Integrationsteam in allen technischen und organisatorischen Fragen und entwickeln in Zusammenarbeit mit ihnen Lösungsvorschläge.

Die Beratenden Ingenieure haben Kenntnisse in...

  • den neuesten Entwicklungen der technischen Arbeitshilfen für behinderte Menschen
  • Ergonomie
  • Arbeitsmedizin
  • Arbeitspsychologie
  • Arbeitssicherheit
  • Betriebswirtschaft


Aufgabe der Beratenden Ingenieure ist es,...

  • behinderungsgerechte Arbeitsplätze in Betrieben und Dienststellen zu ermitteln,
  • Arbeitsplätze wie auch das Arbeitsumfeld durch technisch/organisatorische Maßnahmen an die Behinderung des Beschäftigten anzupassen,
  • neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen, die eingestellt oder die innerbetrieblich umgesetzt werden sollen,
  • Seminare und andere Bildungsangebote vor allem für das betriebliche Integrationsteam - Schwerbehindertenvertretung, Betriebs- oder Personalrat und Beauftragter des Arbeitgebers - durchzuführen.


Kooperation: Sie arbeiten eng zusammen mit dem betrieblichen Integrationsteam, aber auch mit Arbeitsmedizinern und Psychologen sowie den Fachkräften für Arbeitssicherheit und den Sicherheitsbeauftragten.

Seminare und Information

Das Bildungsangebot der Integrationsämter - mit Grund- und Aufbaukursen sowie Fachseminaren - macht betriebliche Integrationsteams fit für ihre Aufgabe.

Das betriebliche Integrationsteam kann seinen Aufgaben nur gerecht werden, wenn es die nötigen Fachkenntnisse besitzt. Daher ist es ausgesprochen wichtig, dass das Integrationsteam an Seminaren und Bildungsangeboten der Integrationsämter teilnimmt.

Die Integrationsämter bieten ...

  • ein dreistufiges, aufeinander abgestimmtes Seminarprogramm:
  • einen Grundkurs, der in die praktische Arbeit einführt, etwa für neu gewählte Schwerbehindertenvertretungen,
  • einen Aufbaukurs, der den vorhandenen Kenntnisstand erweitert und Sicherheit in der Ausübung der Aufgaben vermittelt, für all diejenigen, die bereits erste Praxiserfahrungen gesammelt haben,
  • ein- und mehrtägige Fachseminare zu bestimmten Schwerpunkten.


Rechte: Die Schwerbehindertenvertretungen sind verpflichtet, die notwendigen Kenntnisse und das erforderliche Wissen vorzuweisen. Deshalb haben sie das Recht, an Seminaren und Informationsveranstaltungen der Integrationsämter teilzunehmen.

Pflichten: Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Schwerbehindertenvertretungen für die Teilnahme an Seminaren oder Informationsveranstaltungen freizustellen.

Kosten: Die Seminare der Integrationsämter sind für die Teilnehmer kostenfrei. Die Integrationsämter tragen die Sachkosten, wie Informationsmaterial. Die Arbeitgeber übernehmen für ihre Mitarbeiter das Arbeitsentgelt, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Fahrtkosten. Die Seminare finden im Bereich des veranstaltenden Integrationsamtes statt.


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