| Bild: Junge behinderte Frau am Büroarbeitsplatz |

Im Rückblick

Wichtige Fachtagungen

Viel Beachtung fanden im Frühjahr zwei Fachtagungen in Münster und Köln zu aktuell diskutierten Themen. Die Veranstaltungen kurz zusammengefasst.

| Bild: Junge behinderte Frau am Büroarbeitsplatz |
ZB 2/2008

Im Rückblick

Wichtige Fachtagungen

Betriebliches Arbeitstraining

Die erste bundesweite Fachtagung mit dem Schwerpunktthema Betriebliches Arbeitstraining fand im März 2008 in Münster statt. Die zweitägige Veranstaltung unter der Überschrift Integration ganz praxisnah – Betriebliches Arbeitstraining und andere Wege der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderungen wurde im Rahmen der Initiative „Jobs ohne Barrieren“ vom LWL-Integrationsamt Westfalen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) organisiert. Über 300 Teilnehmer, darunter Arbeitstrainerinnen und Arbeitstrainer, Vertreter aus Unternehmen und Politik sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Integrationsämtern, Integrationsfachdiensten und Reha-Trägern waren gekommen, um sich intensiv mit den Möglichkeiten des Betrieblichen Arbeitstrainings (auch Training-on-the-Job oder Job Coaching genannt) auseinanderzusetzen. Der Parlamentarische Staatssekretär im BMAS Franz Thönnes erläuterte in seiner einführenden Rede die Bedeutung des Betrieblichen Arbeitstrainings für die geplante neue Förderungsform „Unterstützte Beschäftigung“.

Der erste Tag der Veranstaltung lieferte einen Überblick über das Betriebliche Arbeitstraining in Deutschland und in den Niederlanden. Dabei wurden auch verschiedene Praxisbeispiele vorgestellt, wie das Ausbildungsprojekt für gehörlose junge Menschen des Düsseldorfer Werkes der Daimler AG oder das Projekt „Fit für Arbeit II“ der Füngeling Router gGmbH, das mit der integrativen Arbeitnehmerüberlassung einen weiteren Weg zur beruflichen Integration behinderter Menschen erprobt. Am zweiten Tag diskutierten Arbeitsgruppen verschiedene Themen, wie Methoden und Verlauf des Arbeitstrainings, Finanzierung sowie Qualifizierung von Job-Coaches. Dabei konnten die Teilnehmer auch ihre Erfahrungen mit der unterschiedlichen Praxis in einzelnen Bundesländern austauschen.

Eine ausführliche Tagungsdokumentation ist zu finden unter www.trainingamarbeitsplatz.de

| Bild: Zwei junge Verkäuferinnen mit Handicap |

ZB 2/2008

Im Rückblick

Wichtige Fachtagungen

Ausbildung behinderter Jugendlicher

Die Verbesserung der Chancen behinderter junger Menschen auf eine betriebliche Ausbildung stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz Job4000 – Zukunft Ausbildung, die Anfang April 2008 in Köln stattfand. Gastgeber waren der Landschaftsverband Rheinland, das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen – vertreten durch Minister Karl-Josef Laumann (CDU) – und das BMAS. Ein Ziel des Bundesarbeitsmarktprogramms Job4000 ist es, mindestens 500 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für Jugendliche mit schwerer Behinderung zu schaffen und den Übergang von der Schule ins Arbeitsleben zu fördern. Die Konferenz leistete dazu einen Beitrag, indem sie einerseits Beispiele guter Praxis vorstellte und andererseits behinderte Jugendliche und Arbeitgeber aus der Region direkt zusammenbrachte. Zwei ausbildende Betriebe – die RWE AG in Essen und ein Bezirkschornsteinfegermeister aus Kleve – berichteten, auf was bei der Ausbildung behinderter Jugendlicher zu achten ist und wie sie gelingt. Die anschließenden Forumsdiskussionen befassten sich mit den Themen Wirtschaft trifft Schule, Unterstützungsangebote zur betrieblichen Ausbildung behinderter Jugendlicher und Förderungsmöglichkeiten.

Mehr Informationen zur Fachtagung sind im Internet zu finden unter www.arbeitsmarkt.nrw.de


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